Nicholas H. wollte angeblich einen Nebenbuhler mit Rizin umbringen. Foto: Facebook

Nicholas H. wollte angeblich einen Nebenbuhler mit Rizin umbringen. Foto: Facebook

Hatboro (US-Bundesstaat Phliadelphia) – Dass jemand den neuen Partner der Ex nicht leiden kann, kommt sicherlich häufiger vor. Dass jemand versucht, den Nebenbuhler umzubringen, ist allerdings eine andere Sache. Genau das wird dem 19-jährigen Nicholas H. aus Hatboro im Norden von Philadelphia vorgeworfen. Er wollte dabei nach Polizei-Angaben das gefährliche Gift Rizin verwenden.

Wie Philly.com schreibt, habe der Tatverdächtige eine Geburtstagskarte an den neuen Freund seiner Ex geschickt. Dabei soll es sich um eine Karte gehandelt habe, bei der man Inhalte aufkratzen und an dieser schnüffeln muss.

Hätte das Opfer an der Karte geleckt, wäre er umgebracht worden, sagte Staatsanwalt David Heckler.

Vielleicht wäre dies dem Tatverdächtigen auch gelungen, hätte er seinen Mund gehalten. Doch er erzählte einem Kollegen von seiner Tat. Dieser informierte die Polizei – und die rief bei der Familie des Opfers an. Und das offenbar gerade rechtzeitig: Die Tochter war gerade dabei, die Post aus dem Briefkasten zu holen.

Der Tatverdächtige betonte zwar, dass er keinerlei Rizin für die Karte verwendet habe. Labortests in den vergangenen Tagen hätten allerdings ergeben, dass sich sehr wohl Spuren des gefährlichen Gifts an der Karte befunden hätten. Am Donnerstag wurde den Angaben zufolge noch mehr Rizin, das aus Rizinussamen gewonnen werden kann. in der Wohnung des Tatverdächtigen gefunden. Er habe das Gift, das aus Rizinussamen gewonnen werden kann.

“Das Zeug, das er in den Umschlag steckte, hätte eine ganze Reihe Menschen umbringen können”, sagte Heckler.

Doch wie gefährlich ist Rizin wirklich?

Das Gift war im Vorjahr zwar auch an den US-Präsidenten Barack Obama und an den früheren New Yorker Bürgermeister Michael Bloomberg geschickt worden. Doch laut Charles P. Blair, ein Professor, der sich auf Terrorismus spezialisiert hat, ist das Gift wie “ein Schauspieler oder Sänger, der keinerlei Talent hat, aber es trotzdem irgendwie ins Rampenlicht schafft”. So habe es nur einen einzigen bekannten Todesfall wegen Rizin gegeben habe – einem bulgarischen Dissidenten sei 1978 das Gift injiziert worden. Rizin werde ansonsten früh genug entdeckt.

Trotzdem wird der Tatverdächtige womöglich wegen Terrorismus-Vorwürfen, auf jeden Fall aber wegen Mordversuchs angeklagt.

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