Ein Bild vom Armee-Stützpunkt Fort Hood. Zu sehen ist der damalige US-Präsident George Bush. Jetzt wird einem Offizier vorgeworfen, dort einen Prostituiertenring geführt zu haben. Foto: Eric Draper/White House

Ein Bild vom Armee-Stützpunkt Fort Hood. Zu sehen ist der damalige US-Präsident George Bush. Jetzt wird einem Offizier vorgeworfen, dort einen Prostituiertenring geführt zu haben. Foto: Eric Draper/White House

Fort Hood (US-Bundesstaat Texas) – Ausgerechnet ein Offizier, dessen Aufgabe es gewesen ist, sexuelle Belästigung vorzubeugen, soll auf dem amerikanischen Armee-Stützpunkt Fort Hood in Texas einen Prostituiertenring geführt haben. Das behauptet jedenfalls eine Soldatin, die am Dienstag vor einer Kommission aussagte.

Nach ihren Angaben habe sie finanzielle Probleme gehabt, als ihr der Offizier Gregory M. das unmoralische Angebote machte, wie der Killeen Daily Herald schreibt. Sie könne als Escort-Dame für hochrangige Offiziere sowie Zivilisten arbeiten, so der Vorschlag. “Im Prinzip hieß das, dass ich Sex gegen Geld mit hochrangigen Offizieren haben würde”, sagte sie demnach aus.

Weitere Vorwürfe der Frau: M. habe Nacktaufnahmen von ihr gemacht und Sex mit ihr gehabt, um auszuprobieren, was sie mit potenziellen Klienten anstellen würde.

Nach Angaben der Zeitung soll während der Anhörung eine zweite Frau aussagen. Deren Vorwürfe seien ähnlich: M. habe sie sexuell belästigt und für den Prostituiertenring anwerben wollen.

Die Anhörung dient dazu, herauszufinden, ob Gregory M. der Prozess gemacht wird. Der Offizier, dessen Aufgabe zum vermeintlichen Tatzeitpunkt war, gegen sexuelle Belästigung auf dem Armeestützpunkt vorzugehen, muss sich vermutlich wegen Verschwörung, sexuelle Belästigung und anderen Vorwürfen vor einem Militärgericht verantworten.

Ein anderer Soldat war bereits verurteilt worden, weil er mit der Soldatin, die am Dienstag aussagte, für 100 Dollar Sex hatte. Ihm war unter anderem Geschlechtsverkehr mit einer Prostituierten vorgeworfen. Dafür musste er eine Verringerung seiner Besoldung hinnehmen.

Fort Hood hatte in den vergangenen Jahren vor allem deshalb für Schlagzeilen gesorgt, weil dort im Jahr 2009 ein Soldat in einer Attacke 13 Menschen umbrachte und 30 verletzte. Der Soldat Nidel Malik Hasan wurde im vergangenen Jahr schuldig gesprochen, ihm droht die Todesstrafe. Am 2. April dieses Jahres tötete ein weiterer Mann drei Menschen auf dem Stützpunkt bevor er sich selbst richtete.

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