Teagan Presley auf einem Instagram-Selfie. gase Bank hat hunderten Porno-Stars wie ihr das Konto gekündigt. Foto: Instagram

Teagan Presley auf einem Instagram-Selfie. gase Bank hat hunderten Porno-Stars wie ihr das Konto gekündigt. Foto: Instagram

Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) – Die amerikanische Chase Bank hat hunderten Porno-Stars die Konten gekündigt. Offenbar will das Geldunternehmen nichts mit dem anrüchigen Geschäft zu tun haben. Offizielle Gründe nennt die Bank allerdings nicht.

“Ich habe einen Brief bekommen”, erzählt zum Beispiel Teagan Presley der Branchen-Seite Xbiz.com. Darin sei sie aufgefordert worden, bis zum 11. Mai alle Überweisungsaufträge zu stoppen.

“Ich rief sie an, und sie sagten mir, dass sie, schätze ich, wegen meiner Bekanntheit in der Porno-Branche mein Konto schließen. Dabei nutze ich das Konto nicht mal, das ist mein persönliches Konto, das ich seit meinem 18. Lebensjahr hatte.” Sie habe das Konto für ihre Mietzahlung sowie etwa Einkäufe im Supermarkt genutzt. Nur gelegentlich habe sie Schecks eingelöst, die mit der Porno-Branche zu tun hätten.

Offiziell nennt Chase Bank allerdings keinerlei Gründe: Blogger Perez Hilton hat eines der Schreiben veröffentlicht. Da heißt es nur, dass man das Konto überprüft und entschieden habe, es zu schließen. Die Bank weist auf die Geschäftsbedingungen hin, in denen es heißt, dass beide Seiten zu jeder Zeit ein Konto ohne Angaben von Gründen schließen könne.

Nun scheinen die Porno-Stars zudem Probleme zu haben, neue Konten zu eröffnen: Teagan Presley berichtet etwa, dass sie zur Bank of America gegangen sei. Dort habe man eine Konto-Eröffnung abgelehnt.

Laut Branchen-Anwalt Michael Fattorosi habe Chase bereits früher Konten gekündigt, sobald die Bank mitbekommen habe, wie die Inhaber ihr Geld verdienen würden – nicht aber in einem solchen Umfang wie derzeit. Ob die Porno-Stars eine Chance auf eine Klage haben, ist derzeit unklar.

Perez Hilton schrieb einen wütenden Kommentar: “Bloß weil man mit einer Karriere-Entscheidung nicht übereinstimmt, heißt das nicht, dass die Arbeiter nicht die gleichen Rechte haben wie alle anderen. Immerhin sind die Berufe vollkommen legal!”

Auch die in einigen US-Bundesstaaten legalisierte Marihuana-Branche hat Probleme mit Bank-Konten.

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