Ein starkes Erdbeben an der Puente Hills Verwerfung könnte zu Milliarden-Schäden und tausende Tote führen. Foto: logoboom

Ein starkes Erdbeben an der Puente Hills Verwerfung könnte zu Milliarden-Schäden und tausende Tote führen. Foto: logoboom

Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) – Bisher fürchteten sich die Menschen in Kalifornien vor allem vor “The Big One” – einem Mega-Erdbeben entlang des San Andreas Grabens. Doch das recht glimpfliche Erdbeben am Freitag hat deutlich gemacht, dass ein anderer Graben wesentlich schlimmere Auswirkungen haben könnte.

Das Erdbeben am Freitag im Großraum Los Angeles hatte eine Stärke von 5,1. Dabei verrutschte die Puente Hills Verwerfung für eine halbe Sekunde, wie die Los Angeles Times schreibt. An der Oberfläche bebte es daraufhin zehn Sekunden lang.

Ein Erdbeben der Stärke 7,5 würde laut Experten aber dazu führen, dass die Verwerfung 20 Sekunden lang rutscht – an der Oberfläche würde es dann wesentlich länger beben. Die Schäden könnten wesentlich schlimmer sein.

Dafür gebe es laut der Tageszeitung zwei Gründe:

  • Die Puente Hills Verwerfung liegt unterhalb einer dicht bewohnten Gegend – unter anderem liegen die Wolkenkratzer im Stadtzentrum von Los Angeles sowie alte, einem Mega-Erdbeben kaum gewappnete Häuser in Hollywood über dem Graben.
  • Darüber hinaus ist der Puente Hills Graben ein horizontaler Graben, so dass laut Experten die Auswirkungen in einer weit größeren Region zu spüren wären. Andere Verwerfungen sind vertikal.

Im schlimmsten Fall könnte ein Mega-Erdbeben zwischen 3000 und 18.000 Menschen töten. Der Schäden könnten bis zu 250 Milliarden Dollar betragen, bis zu 750.000 Menschen könnten obdachlos werden. Der befürchtete “Big One” an der San-Andreas-Verwerfung würde im Vergleich zu dazu “nur” bis zu 1800 Menschen töten.

Wann könnte das nächste Mega-Erdbeben anstehen?

Diese Frage lässt sich nicht beantworten. Offenbar kommt solch ein Vorfall im Schnitt alle 2500 Jahre vor – aber niemand weiß, wann es zuletzt gebebt hat.

Zuletzt hat es 1987 ein Erdbeben an der Verwerfung gegeben. Damals starben acht Menschen, die Schäden betrugen 350 Millionen Dollar.

Wie hoch die Schäden des Bebens am Freitag waren, ist laut L.A. Times noch unklar. Menschen kamen nicht ums Leben, einige wenige müssen ihre Häuser aufgeben.

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