Auf Plakaten wird nach den Mittätern gesucht. Wegen einer "Photobomb" war Kim Pham zu Tode geprügelt worden. Foto: Twitter

Auf Plakaten wird nach den Mittätern gesucht. Wegen einer “Photobomb” war Kim Pham zu Tode geprügelt worden. Foto: Twitter

Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) – Weil sie zufälligerweise dazwischen geriet, als eine Gruppe junger Menschen für ein Foto posierte, ist eine 23-Jährige in Los Angeles am Samstag zu Tode geprügelt worden. Im Amerikanischen wird das Phänomen “Photobomb” genannt – üblicherweise sind die Bilder aber amüsant.

Die Tat geschah am frühen Samstag Vormittag vor dem Nachtclub “The Crosby Lounge” in Santa Ana im Großraum Los Angeles, wie die Los Angeles Times schreibt. Nach Angaben der Zeitung war Kim Pham durch Zufall in die Szene gelaufen, als eine Gruppe Fotos schoss.

Wegen dieser “Photobomb” muss die Gruppe so sauer gewesen sein, dass zunächst ein verbaler Streit ausbrach. Später wurde die Auseinandersetzung gewalttätiger. Kim Pham wurde so brutal verprügelt, dass sie ihr Bewusstsein verlor. Auch danach wurde weiter auf sie eingetreten. Am Dienstag wurde sie für gehirntot erklärt. Lebenserhaltende Maßnahmen wurden eingestellt, die 23-Jährige starb.

Kim Pham. Foto: Elite

Kim Pham. Foto: Elite

Eine Verdächtige, Vanesa Z., ist bereits in Haft. Die 25-Jährige könnte wegen Mordes bis zu 15 Jahre ins Gefängnis kommen. Vor Gericht bekannte sie sich am Mittwoch nicht schuldig, schreibt KTLA5. Ihr Anwalt sagte allerdings, dass sie am Tatort gewesen sei und selbst geschlagen worden sei.

Nach vier weiteren Verdächtigen wird noch gesucht.

Wie die Los Angeles Times schreibt, hatte Kim Pham an dem Abend eigentlich gar nicht ausgehen wollen. Sie traf sich dann aber doch mit zwei Freunden. Das Unglück startete, als die drei in der Schlange warteten, um ins “Crosby” eingelassen zu werden.

Kim Pham hatte ihre Mutter verloren, als sie fünf Jahre alt war. Sie wollte eine Karriere als Gastgeberin einer Talkshow starten.

Kim Pham war bereits Autorin für die Webseite “Elite”. Dort wird die 23-Jährige in einem langen Artikel gewürdigt. Der Auto des Texts bemerkt vor allem, dass Schaulustige die Auseinandersetzung beobachteten und einer sogar ein Video aufnahm, aber niemand einschritt.

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