Die portable Toilette stand ausgerechnet an einem Hang - deshalb hatte der Scherz so fatale Folgen. Foto: Artzzz / Depositphotos

Die portable Toilette stand ausgerechnet an einem Hang – deshalb hatte der Scherz so fatale Folgen. Foto: Artzzz / Depositphotos

Sullivan County (US-Bundesstaat Pennsylvania) – Ein harmloses klingender Scherz endete für einen Mann aus Pennsylvania äußerst schrecklich: Er ist seither querschnittsgelähmt. Nun hat sich der Mann vor Gericht mit seinen Verwandten, die ihm den Scherz gespielt hatten, sowie zwei Unternehmen auf eine Schadensersatz-Zahlung von fünf Millionen Dollar geeinigt.

Wie der das Fachmagazin Legal Intelligencer berichtet, war Donald A. mit zwei angeheirateten Cousins auf einen Outdoor-Trip zum Jagen und Fischen gefahren. Die Hütte, in der die drei Männer übernachteten, besaß keine Toilette – die drei Urlauber mussten eine Außentoilette benutzen.

Und diese Außentoilette war Schauplatz des fatalen Scherz.

Die beiden Beschuldigten fuhren demnach ihren Truck gegen die Tür des Klos, so dass Donald A. festsaß. Dann rüttelten sie an der Toilette, die schließlich umfiel.

Das Opfer des Scherzes fiel auf seinen Nacken, brach sich dabei die Wirbelsäule an mehreren Stellen und ist seither von der Schulter abwärts querschnittsgelähmt.

Der Mann wurde in ein Krankenhaus geflogen und verfrachtete mehrere Monate in der Reha – ohne Erfolg. Laut einem medizinischen Experten ist die Lähmung dauerhaft. Ein anderer Experte schätzte, dass die Kosten für die Behandlung von Donald A. bis zu seinem Lebensende sechs bis zehn Millionen Dollar betragen könnten.

Donald A. und seine Ehefrau verklagten daraufhin die beiden Verwandten, den Toilettenhersteller Poly-San und den Aufsteller des Klos.

Poly-San sei mitverantwortlich, weil die Firma keine Haken zur Befestigung mitgeliefert habe, um die Toilette zu befestigen. Löcher für die Haken seien allerdings vorhanden.

Die Firma gab laut “Legal Intelligence” durchaus Fehlverhalten zu – die Toiletten seien sehr leicht konstruiert und könnten deshalb schneller umfallen. Es gebe eine schwerere Variante, doch die koste doppelt so viel. Und der Aufsteller der Toilette sei verantwortlich, weil er sie an einem Hang aufgestellt hatte.

Letztlich einigten sich Donald A. und seine Streitgegner auf eine Gesamtzahlung von fünf Millionen Dollar.

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