Rabbi Rosenberg ist für den Unfall bei der Beschneidung verantwortlich. Der Penis des Babies konnte aber in einer Notoperation gerettet werden.

Rabbi Rosenberg ist für den Unfall bei der Beschneidung verantwortlich. Der Penis des Babies konnte aber in einer Notoperation gerettet werden.

Pittsburgh (US-Bundesstaat Pennsylvania) – Autsch! Ein Rabbi aus Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania hat bei der Bris, der traditionellen jüdischen Beschneidungszeremonie, den Penis eines Neugeborenen abgeschnitten. Die Eltern verklagen den Rabbi nun.

Der Unfall geschah laut des Fernsehsenders CBS bereits Anfang des Jahres in Pittsburgh, die Zivilklage gegen den Rabbi wurde aber erst an diesem Wochenende bekannt. Wie es zu dem Unfall kam, ist unklar. Rabbi Mordechai Rosenberg führte die Beschneidungszeremonie durch und muss beim Abtrennen der Vorhaut zu tief geschnitten haben.

Das acht Tage alte Baby wurde ins Krankenhaus gebracht, wo die Ärzte eine Notoperation durchführten. Diese dauerte laut des Fernsehsenders acht Stunden, war aber offenbar erfolgreich. Anschließend lag das Baby allerdings für rund zwei Monate im Krankenhaus.

Wie erfolgreich die Operation war, zeigt sich womöglich aber erst in Jahren. “Nicht immer funktioniert alles”, erklärte der plastische Chirurg Dr. Joe Losee dem Sender. “Wenn man ein Teil anbringt, in dem sich Nerven befinden, heilen die Nerven nicht komplett. Es gibt also sicherlich Einschränkungen”, so der Experte, der selbst nicht an der Operation beteiligt war.

Der Anwalt der Familie des Babys nannte den Vorfall “ausgesprochen ernst und ausgesprochen selten”. Allerdings habe eines unter 500 Jungen Probleme wegen einer Beschneidung.

Der Rabbi sprach von einem “tragischen Unfall” und einer “schrecklichen Situation”. Er führe aber weiterhin Beschneidungen durch.

Laut Trib Live sind Beschneidungen in den USA nicht durch die Regierung reguliert, da sie nicht als medizinischer Vorgang, sondern als religiöse Zeremonie gelten. Bestimmte jüdische Gruppen befürworten allerdings, dass lizensierte Ärzte die Zeremonie durchführen.

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This article has 3 comments

  1. Pingback: Rabbi schneidet versehentlich Penis bei Beschneidung ab « gbs Köln

  2. Erstens: Ich finde es unsäglich, einen so tragischen Vorfall mit “Autsch!” einzuleiten. Nur weil es hierbei um ein Baby ging, ist nicht automatisch alles niedlich.

    Zweitens: “Bestimmte jüdische Gruppen” fordern nicht nur die Verlagerung der Beschneidung vom Rabbi zum richtigen Arzt, sondern gleich ganz die Abschaffung dieses überflüssigen, potentiell gefährlichen Rituals, das weitaus häufiger zu Komplikationen führt als nur bei 0,2 Prozent der Fälle.

  3. Pingback: Schau in meine Wunde

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