Der Täter stahl tonnenweise Kleingeld.

Der Täter stahl tonnenweise Kleingeld.

Ridgewood (US-Bundesstaat New Jersey) – Dass ein Angestellter der Stadt Ridgewood bei New York insgesamt rund 460.000 US-Dollar im Laufe von rund zwei Jahren gestohlen hat, ist vermutlich nicht die Rede wert. Doch der 43-Jährige machte sich die Sache im wahrsten Sinne schwer: Er stahl insgesamt 1,8 Millionen Quarter-Dollar-Münzen. Kleingeld im Gewicht von rund 11,25 Tonnen.

In Ridgewood wird offensichtlich rege Gebrauch gemacht von den guten alten Parkautomaten, in die man 25-Cent-Stücke stecken muss. Stadtangestellte kommen regelmäßig vorbei, sammeln das Kleingeld ein und bringen es in die Stadtverwaltung der Kleinstadt im Nordwesten von New York. Die Münzen werden dann in einem speziellen Raum versammelt.

Das muss für Thomas R. so verführerisch gewesen sein wie Süßigkeiten für Kleinkinder. Immer wieder nahm er einen “Happen” in der Hoffnung, nicht erwischt zu werden. Laut Northjersey.com hatte der 43-jährige Stadtinspektor zwar nichts mit Parkautomaten zu tun, er besaß aber einen Generalschlüssel, mit dem er Zugang zu dem Raum fürs Kleingeld hatte.

Also stahl er immer mal wieder um die 500 Dollar – je nachdem, was sich dort befand. Das Geld brachte er dann nach und nach zu verschiedenen Banken, wo er Maschinen benutzte, um das Kleingeld in Geldscheine zu versammeln. Im Laufe von 25 Monaten schleppte er so 11,25 Tonnen Münzen in die Banken – was ungefähr dem Gewicht dreier Elefanten entspricht. Das Kleingeld muss ein Großteil der Einnahmen durch Parkautomaten gewesen sein: Nach Angaben der Verwaltung sammelte Ridgewood im Jahr 2013 insgesamt 800.000 Dollar an Parkgebühren ein.

Der Diebstahl fiel natürlich auf. Die Polizei untersuchte den Fall und erwischte Thomas R., dem ursprünglich nur der Diebstahl von 500 Dollar vorgeworfen wurde. Nach einer langen Untersuchung zeigte sich, dass der Diebstahl weit größer war. R., der 86.000 Dollar im Jahr verdiente, benutzte das Geld für alltägliche Ausgaben.

Am Dienstag wurde der Dieb verurteilt. Haft wurde ihm erspart, aber er verliert seine Rentenansprüche bei der Stadt und darf nicht mehr für eine Verwaltung in New Jersey arbeiten. Das Geld muss er natürlich zurückzahlen – vermutlich nicht in Kleingeld.

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