Dass der Beifahrer ihren Bikini öffnete, entschuldigte den tödlichen Unfall, den Britanny L. anschließend baute. Foto: Facebook

Dass der Beifahrer ihren Bikini öffnete, entschuldigte den tödlichen Unfall, den Britanny Lahm anschließend baute. Foto: Facebook

Suffern (US-Bundesstaat New York) – Weil sie ihren Bikini wieder zubinden musste, baute Britanny L. einen schweren Unfall, bei dem ihr Beifahrer sein Leben verlor. Doch die heute 24-Jährige wird dafür nicht zur Verantwortung gezogen: Der Beifahrer hatte das Oberteil des Bikinis geöffnet.

Dieses Urteil fiel jetzt ein Berufungsgericht in New York, wie die Webseite Gothamist berichtete.

Der Unfall ereignete sich bereits am 12. Juli 2008 in Suffern nördlich von New York. Brittany hatte den Tag mit Brandon B., Jason P. und einer weiteren, nicht benannten Person an der Atlantikküste in New Jersey verbracht. Nun waren die vier auf dem Heimweg.

Brandon alberte während der gesamten Fahrt herum: Er spukte Kautabak auf die Straße, öffnete einen Regenschirm im Wagen, lehnte sich halb aus dem Auto und versuchte, die Tabakreste mit dem Schirm vom Auto zu kratzen. Er hielt, so ein Richter, sogar minutenlang seinen Fuß ins Gesicht der Fahrerin.

Hätte die junge Frau also ahnen können, dass der Beifahrer ihr Bikini-Oberteil öffnen würde?

Ein Richter, der sich der Mehrheitsmeinung zugunsten der Frau, die in der Musikindustrie arbeitet, nicht anschließen wollte, ließ zumindest in das Urteil hereinschreiben, dass sie nicht unbedingt hätte mit rund 100 Stundenkilometern fahren sollen – der Höchstgeschwindigkeit im Bundesstaat New York.

Als Brandon den Bikini öffnete, nahm Brittany demnach für eine Sekunde die Hand vom Steuer, um nicht oben ohne da zu stehen. Dabei verlor sie die Kontrolle über den Wagen und raste in die Seitenplanke. Der Wagen überschlug sich mehrfach und blieb dann auf dem Dach liegen.

Brandon starb dabei. Der Beifahrer Jason P. verklagte die Frau. Sein Anwalt argumentierte, dass sie das Auto hätte verlangsamen sollen und den Bikini im geparkten Auto hätte zubinden sollen – auch wenn der entblößte Busen peinlich gewesen wäre. Seine Karriere als Football-Spieler sei durch den Unfall beendet gewesen.

Doch dem wollten sich auch die Anwälte des Berufungsgerichts nicht anschließen, nachdem er bereits Anfang des Jahres verloren hatte. Er kann nun das nächst höhere Gericht anrufen.

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