Jessica Krigsman zeigt auch auf Facebook ihre Reize - allerdings bekleidet. Die New Yorkerin wurde barbusig verhaftet. Foto: Facebook

Jessica Krigsman zeigt auch auf Facebook ihre Reize – allerdings bekleidet. Die New Yorkerin wurde barbusig verhaftet. Foto: Facebook

New York (US-Bundesstaat New York) – Die Amerikaner haben bekanntermaßen eine verquere Einstellung zur Nacktheit. Während Gewalt in Filmen kein Problem ist, sind Streifen, in denen Frauen barbusig zu sehen sind, oft nicht jugendfrei. Und wer sich oben ohne zeigt, wird in vielen US-Bundesstaaten verhaften. Allerdings nicht in New York. Zumindest theoretisch.

Deshalb gibt es jetzt einen Gerichtsstreit im “Big Apple”. Jessica Krigsman aus New York verklagt die Stadt nun laut dem Online Magazin “Gothamist” die Stadt, weil sie oben ohne verhaftet wurde, obwohl es eigentlich erlaubt ist, barbusig in der Öffentlichkeit zu erscheinen.

Nacktheit ist in New York erst seit rund 20 Jahren erlaubt – allerdings keine vollständige. Wer auf FKK steht, wird in einer der liberalsten Städte in den USA auch weiterhin verhaftet. Frauen, die sich barbusig zeigen, sollten in New York hingegen unberührt bleiben. Das ist allerdings auch nach zwei Dekaden noch nicht bei allen Polizisten angekommen. Immer mal wieder verhaften sie Frauen nur deshalb, weil sie ihre Nippel zeigen. Wenig später müssen die Frauen wieder freigelassen werden, weil Nacktheit kein Vergehen ist. Die Polizisten werden vor Sommerbeginn aufgeklärt (über das entsprechende Gesetz), sehen aber dennoch rot, wenn ihnen ein Busen vors Gesicht kommt.

Genau das passierte Jessica Krigsman, die im Juli barbusig in einem Park im New Yorker Stadtteil Brooklyn saß. Polizisten bemerkten dies und verlangten, dass sie ihr Shirt anzieht. Sie lehnte dies ab und erwähnte das entsprechende Gesetz aus dem Jahr 1992. Das fanden die Beamten ein wenig frech und drohten ihr mit der Verhaftung. Als Krigsman anmerkte, dass dies illegal sei, reichte es den Polizisten. Sie verhafteten sie. Die junge Dame sagt, dass ein Polizist ihr brutal das Shirt übergezogen habe, danach ging es für mehrere Stunden aufs Revier.

Ihr Vergehen: Sie habe eine Sitzgelegenheit blockiert.

Die Anklage gegen sie wurde nun fallengelassen. Dafür klagt nun die Frau. Sie möchte Schadenersatz für die Taten der Polizisten bekommen.

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