Die Polizei in Alabama hat einen Auftragsmörder festgenommen, der mehr als 30 Menschenleben auf dem Gewissen haben könnte. Foto: Carolina Smith

Die Polizei in Alabama hat einen Auftragsmörder festgenommen, der mehr als 30 Menschenleben auf dem Gewissen haben könnte. Foto: Carolina Smith

Richgrove (US-Bundesstaat Kalifornien)/Mexiko-Stadt (Mexiko) – Die Polizei im US-Bundesstaat Alabama hat offenbar einen Auftragsmörder geschnappt, der in den USA für ein mexikanisches Kartell gearbeitet haben soll. Mehr als 30 Morde könnten auf das Konto des 51-Jährigen gehen.

Wie die “L.A. Times” schreibt, wurde gegen Jose Manuel Martinez zunächst nur wegen eines Todesfalls ermittelt. Ein Geschäftspartner habe die Tochter von Martinez beleidigt, worauf dieser ihn mit zwei Kopfschüssen getötet haben soll.

Am Dienstag wurde der 51-Jährige aus Richgrove in Kalifornien allerdings wegen neun Morden angeklagt – und insgesamt hat der aus Mexiko stammende Mann womöglich mehr als 30 Menschenleben auf dem Gewissen.

Er selbst hatte sich laut der Tageszeitung dazu entschieden, reinen Tisch zu machen, nachdem er durch DNA-Spuren mit einem Doppelmord in Verbindung gebracht worden war – und es sieht so aus, als ob die Geschichten, die Martinez den Ermittlern erzählte, der Wahrheit entsprechen.

Demnach habe er für ein mexikanisches Kartell als Auftragsmörder und Schulden-Eintreiber gearbeitet – und das bereits seit seinem 17. Lebensjahr. So habe er 25 Prozent aller Schulden behalten können, die er für die Drogenhändler aus Mexiko zurückholen konnte. Und er sei nicht irgendein Auftragsmörder gewesen. “Sie beauftragten den besten”, sagte er den Ermittlern.

Anfangs waren die Ermittler offenbar skeptisch, ob das Geständnis des 51-Jährigen wirklich der Wahrheit entspricht. Doch dann zeigte sich, dass Martinez Täterwissen hatte – er konnte zwei Tote identifizieren oder erinnerte sich daran, wann die Morde begangen wurden.

Demnach fing der Mann 1980 mit dem Morden an. Seinen letzten Mord erledigte er im Jahr 2011 – bis er im März 2013 den Geschäftspartner getötet haben soll.

Viel Geld hat er her als Auftragsmörder aber wohl nicht verdient: Laut “L.A. Times” lebte er zuletzt bei seiner Mutter. Nun könnte er die Todesstrafe bekommen.

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