Drogenkartell-Killer soll mehr als 1000 Menschen umgebracht haben, doch jetzt will er raus © Depositphotos

Drogenkartell-Killer soll mehr als 1000 Menschen umgebracht haben, doch jetzt will er raus © Depositphotos

El Paso/Juarez (US-Bundesstaat Texas/Mexiko) – Arturo Gallegos Castrellon ist der Anführer eines Drogenkartells im mexikanischen Juarez, er soll mehr als 1000 Menschen ermordet haben. Doch nun will er freigelassen werden – US-Beamte sollen ihn schlecht behandelt haben!

Wie der US-amerikanische Nachrichtensender “Fox News“, versuchen die Anwälte von Castrellon alles, um ihren Mandanten auf freien Fuß zu bekommen.

Gerade sitzt er im texanischen El Paso hinter Gittern, erwartet demnächst seinen Prozessauftakt, in dem ihm wohl mehrere Morde an Amerikanern zur Last gelegt wird – insgesamt soll er mehr als 1000 Menschen ermordet haben, vornehmlich Mexikaner.

Die Anwälte des Drogenkartell-Bosses behaupten, dass Castrellon vor seiner Aushändigung an die US-Behörden von mexikanischen Polizisten schwer misshandelt wurde. Unter anderem sollen die Beamten seinen Hoden Stromstöße verpasst und seine Frau vergewaltigt haben.

Doch ob die Forderung nach Freilassung Erfolg hat, das bleibt fraglich. Ein Bundesgericht hatte bereits festgestellt, dass Castrellon eine Angehörige des mexikanischen US-Konsulates, sowie deren Ehemann im Jahr 2010 umgebracht haben soll. Außerdem soll er noch einen weiteren US-amerikanischen Staatsbürger ermordet haben.

Randolph Ortega, Verteidiger des Drogenkartell-Bosses, dazu: “Die Amerikaner sind besorgt, dass mein Mandant in Mexiko möglicherweise misshandelt wurde, aber ich glaube nicht, dass sie sich über das wahre Ausmaß bewusst sind.”

Der 32-jährige Castrellon führt die Barrio Azteca Gang an. Sie sind bekannt für ihre organisierten Drogengeschäfte, bereits 2010 wurde er wegen Mordes an den US-Amerikanern verurteilt. AM 26. November 2010 wurde er von der mexikanischen Polizei festgenommen und dem FBI in Mexiko City übergeben. Castrellon behauptet, auch von den FBI-Beamten misshandelt worden zu sein.

Seitdem Castrellon festgenommen wurde, sank die Mordrate in Juarez von 3.622 Toten in 2010 auf 2.086 in 2011 auf 751 in 2012. Der Prozessauftakt soll der 3. Februar 2014 sein, verhandelt wird vor dem Bundesgericht in El Paso.

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