Der autistische Junge Avonte Oquendo auf einem Plakat, des überall in New York hängt. Die Suche fand vermutlich ein schlimmes Ende.

Der autistische Junge Avonte Oquendo auf einem Plakat, des überall in New York hängt. Die Suche fand vermutlich ein schlimmes Ende.

New York (US-Bundesstaat New York) – Monatelang haben die Eltern gehofft und gebangt. Mehrfach gab es Hinweise, dass der autistische Junge Avonte Oquendo in der New Yorker U-Bahn umherirrte. Doch der 14-Jährige ist vermutlich tot. Am Donnerstag Abend wurden sterbliche Überreste an der Küste von Queens entdeckt. Ermittler vermuten, dass es sich um den Teenager handelte.

New Yorker und Besucher der Metropole haben das Gesicht von Avonte Oquendo vermutlich auf einem Suchplakat gesehen. Die Familie und freiwillige Helfer hatten es überall in den U-Bahnen aufgehängt. Der Grund: Der autistische 14-Jährige, der nicht verbal kommunizieren konnte, liebte U-Bahnen. Die MTA, die New Yorker Transportbehörde, bat sogar über Lautsprecheransagen um Mithilfe – ohne Erfolg.

Es gab zwar immer wieder Hinweise aus der Bevölkerung, dass Avonte irgendwo in der U-Bahn gesehen wurde, das aber stellte sich als falsch heraus.

Am Freitag kam die Nachricht, dass die Suche wohl ein schlimmes Ende haben dürfte: Ein Mädchen hatte am Ufer des Stadtteils Queens stark verweste Körperteile entdeckt, wie die New York Times schreibt.

Zwar steht eine DNA-Analyse noch aus, aber die Polizei fand ein Paar Air Jordan, die auch Avonte am Tag seines Verschwindens trug. Die entdeckten Jeans hatte die Größe, die der autistische Junge trug. Und die entdeckten Körperteile gehörten einem Jungen von ungefähr Avontes Alter.

Laut NY Post könnte der Junge, der unerlaubt seine Schule verlassen hatte, von einem Hund weggelaufen und in den gefährlichen East River gefallen sein. Ein Ermittler nannte diese Version die “Top-Theorie”. Die Leiche war 17 Kilometer vom vermutlichen Unfallort entfernt entdeckt worden.

Die Eltern hatten über Monate hinweg alles unternommen, um den Jungen zu finden. “Sie hat mir erzählt, dass sie sie jeden Morgen aufwacht, ihre Augen ausweint, die Tränen wegwischt und dann erledigt, was zu tun ist”, sagt Anwalt David Perecman über die Mutter. Aufgeben wollen die Eltern auch weiterhin nicht.

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