Der Hudson River in New York war bei der letzten Kältewelle teilweise gefroren. Foto: Michele Stork

Der Hudson River in New York war bei der letzten Kältewelle teilweise gefroren. Foto: Michele Stork

Columbus (US-Bundesstaat Ohio) – Während sich New York und der restliche Nordosten der USA an diesem Dienstag auf bis zu 30 Zentimeter Neuschnee einstellen müssen, haben die Menschen in vielen Bundesstaaten der USA Sorgen wegen der Wärmeversorgung. Die Propangas-Vorräte neigen sich dem Ende zu.

In New York sollen die Temperaturen in den nächsten Tagen wegen eines erneuten “Polar Vortex” auf rund -13 Grad Celsius sinken, in Columbus, der Hauptstadt von Ohio, werden bis zu -20 Grad erwartet. Das wird dazu führen, dass die Propangas-Vorräte – wegen mehrerer Kältewellen in den USA ohnehin schon arg geschrumpft – weiter schwinden.

Laut NBC News heizen mehr als 14 Millionen in den USA mit Propangas. Rund eine Million Unternehmen in den USA benutzen ebenfalls diese Energiequelle.

Die Bundesregierungen der einzelnen Staaten drängen die Betroffenen nun dazu, in den nächsten Wochen weniger Propangas zu benutzen. “Propan-Kunden auf der Oberen Halbinsel sollen ihre Propan-Vorräte in den kommenden Wochen weise verwenden und die Benutzung reduzieren beziehungsweise Verschwendung vermeiden”, sagte zum Beispiel John Quackenbush von der Michigan Public Service Commission.

Um die Probleme zu mindern, haben 17 Bundesstaaten im Mittleren Westen sowie im Norden einen Energie-Notstand erklärt. Der Gouverneur von Ohio, John Kasich, erlaubt zum Beispiel, dass LKW-Fahrer, die Propan aus anderen Bundesstaaten nach Ohio bringen über längere Zeiten hinweg fahren dürfen, um so die Vorräte aufzustocken.

Die geringen Vorräte sind aber laut NBC nicht nur ein Ergebnis des kalten Winters in den USA. Im Mittleren Westen wurden zum Beispiel große Mengen Propan zum Trocknen von Mais genutzt, der völlig verregnet war.

Ob es am Dienstag wegen des neuerlichen Wintersturms zu abgesagten Flügen in den USA kommt, ist noch unklar. Bislang haben die Fluggesellschaften noch keine Absagen angekündigt. Anfang Januar mussten in den USA an zwei Tagen mehr als 6000 Flüge gestrichen werden.

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