Vom Kokain-Dealer zum Mörder Foto: Depositphoto

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Saskatoon (Kanada) – Kyle Halbauer hat eine bewegte Geschichte hinter sich. Erst handelte er mit Drogen, rutschte noch weiter ab, brachte einen Menschen um; erst das Gefängnis bremste seinen rasanten Abstieg. Das ist seine Geschichte.

Der kanadische Nachrichten-Sender “CBS” hat den Abstieg des Kyle Halbauer nachgezeichnet. Er verkaufte Kokain in den Straßen von Saskatoon. Wie es sich gehört, war auch Halbauer in einer Gang. Sonst hätte er sein Geschäft vergessen können. Der Name der kriminellen Bande: “White Boy Posse”.

Er und zwei Mitglieder seiner Gang erschossen die 34-jährige Lorry Santos. Tragisch: Sie hatten sie mit einer anderen Person verwechselt.

Halbauer sagte “CBS”, dass die Gang, die ihren Hauptsitz in Edmonton hat, einen lukrativen Drogen-Deal inne hatte. Wenn ein Mitglied aussteigen wollte, wurde es umgebracht. Es traf Santos, Mutter von vier Kindern.

In der Anklage sagte Halbauer: Er und zwei andere Mitglieder seiner Gang waren an einem Septembermorgen 2012 zum Haus von Santos gefahren. Eigentlich wollten sie einen Mann umbringen, der die Gang verlassen hatte. Sie erwischten den falschen Hauseingang, erschossen die unschuldige Santos. Halbauer hat sich schuldig bekannt, wurde zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilt.

Vom Kokain-Dealer zum Mörder

Halbauer war nach Saskatoon gekommen, weil das Gebiet gerade boomte. “Es ist die größte Stadt, niemand meiner Gang war dort zuvor, soweit ich das beurteilen kann, war da außerdem relativ viel Geld. Es gab viele Möglichkeiten, Geld zu machen”, sagte er.

“Wir registrieren einen regelrechten Zustrom von Gangs, die aus dem Osten, also aus Toronto und Quebec, sowie aus dem Westen, also Burnaby, Vancouver British Columbia, in das Gebiet kommen. Saskatoon scheint gerade so etwas wie der Hotspot des Landes zu sein”, sagte ein Polizeisprecher.

Halbauer sagte, dass er gerade einmal drei Wochen gebraucht hätte, um in der Stadt Fuß zu fassen. “Du hängst an verschiedenen Ort ab, dort, wo viele Bars und so weiter sind. Viele Menschen verbringen ihre Zeit in der Innenstadt, so triffst du Leute, und so geht deine Nummer umher, du verteilst Proben”, sagte Halbauer über die Anfänge als Kokain-Dealer. Und weiter: “Was ich getan habe: Ich hab Leute gefragt, wo ich was bekommen kann, und wenn sie wussten, wo, ab dem Moment wusste ich, dass sie in der Szene stecken. Dann gibst du ihnen einfach deine Nummer, dann gibst du ihnen ein halbes Gramm zur Probe, und sie geben deine Nummer weiter.”

Halbauer verkaufte laut eigener Aussage Kokain im Wert von rund 3700 Euro am Tag, an guten Tagen sogar Drogen im Wert von 11.000 Euro! Wie er weiter sagte, kamen die Käufer aus allen Bereichen der Gesellschaft.

Mit dem Geld ließ er es sich gut gehen: “Wir hatten schöne Autos, hatten viel Goldschmuck, goldene Uhren, schöne Sonnenbrillen, man konnte uns ansehen, dass wir Drogendealer waren”, so Halbauer.

Einen Monat nach dem Mord Santos durchsuchte die Polizei seine Wohnung, fand in Halbauers Wohnung Kokain. Doch der Drogen-Dealer lebte auch mit der Angst, dass andere Gang-Mitglieder nach seinem Leben trachten könnten. Er habe sich ab einem bestimmten Punkt immer wieder umgesehen, um sich sicher zu sein, dass niemand ihm folgte.

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