Starbucks verbietet Waffen in seinen Geschäften nicht © www.ilovegunsandcoffee.com

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Seattle (US-Bundesstaat Washington) – Die US-amerikanische Kaffeekette hat sich jetzt an seine Kunden gewandt. Sie sollen ihre Waffen doch künftig zuhause lassen, verboten sind sie dennoch nicht.

Das Kaffee-Unternehmen sah sich zu diesem Schritt vor dem Hintergrund der vielen Amokläufe und Anschläge in der letzten Zeit veranlasst.

Viele Staaten erlauben es Waffenbesitzern – vorausgesetzt, sie haben eine gültige Lizenz -, Waffen offen auf der Straße zu tragen. Viele Firmen haben keine Vorschrift, die Waffen in ihren Läden verbietet. Weil Starbucks mit einer besonders liberalen Geschäftsordnung wirbt, wurde das Unternehmen zur Zielscheibe von Waffenrecht Befürwortern.

Jetzt reagierte Starbucks: In einem Interview sagte Starbucks-CEO Howard Schultz, dass das Unternehmen an seine Kunden appelliert, die Waffen doch künftig bitte zuhause zu lassen. Denn die Befürworter gingen sogar soweit, dass sie gezielt bei Sonderveranstaltungen von Starbucks erschienen – ihre Waffen trugen die Männer am Mann.

Schultz hofft nun, dass sich die Kunden an die Aufforderung halten, ein Verbot wird es dennoch nicht geben. Schultz dazu: “Wir werden niemanden auffordern, unsere Geschäfte zu verlassen.”

In einem offenen Brief, der an mehrere große US-Zeitungen verschickt wurde (u.a. The New York Times, Wall Street Journal, Washington Post etc.) heißt es, dass das Unternehmen diesen politischen Diskussionen kein Forum liefern wolle.

Doch es gibt auch Unternehmen, die Waffen in ihren Läden verbieten. Darunter unter anderem der Luxus-Bio-Mark Whole Foods und Kaffee-Konkurrent Peet’s Coffee & Tea.

Protest gegen Starbucks wächst

Jetzt macht sich breiter Widerstand gegen Starbucks breit. Die Organisation Moms Demand Action – sie gründete sich einen Tag nach dem Amoklauf auf eine Schule in Newtown (US-Bundesstaat Connecticut) – hat bereits eine Aktion gestartet. Wer nicht mit dem Geschäftsgebaren von Starbucks einverstanden sei, solle das Unternehmen an Samstagen boykottieren.

Der Protest geht sogar soweit, dass jetzt eine Homepage sogar Produkte mit dem Slogan “I love Coffee and Guns” (Ich liebe Kaffee und Waffen) verkauft, die an das Starbucks Logo angelehnt sind.

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