Schlangen-Prediger Jamie Coots (Mitte) und Kirchenmitglieder. Der Mann starb am Samstag nach einem Schlangenbiss. Foto: National Geographic

Schlangen-Prediger Jamie Coots (Mitte) und Kirchenmitglieder. Der Mann starb am Samstag nach einem Schlangenbiss. Foto: National Geographic

Middlesboro (US-Bundesstaat Kentucky) – Ihre Religion gehört zu den radikalsten, die es in den USA gibt. Pfingstkirchen in den Appalachen im Osten der USA benutzen Klapperschlangen während ihrer Gottesdienste. Nun ist der Prediger Jamie Coots, Stars einer Reality-TV-Show im Fernsehsender National Geographic, nach dem Biss einer Schlange gestorben.

Wie der Fernsehsender WBIR schreibt, wurde der Mann am Samstagabend tot in seinem Haus gefunden – er soll vorher mit den Schlangen in seiner Kirche “Full Gospel Tabernacle in Jesus Name” gearbeitet haben.

Wie ein Augenzeuge erzählt, hatte der Prediger eine Klapperschlange in seiner Hand. Diese schaute ihn an und biss ihn in Sekundenschnelle in die Hand. Sein Kommentar: “Sweet Jesus”.

Dem Bericht zufolge verweigerte der Prediger eine Behandlung durch Rettungskräfte. Er ging nach Hause, bevor ein Krankenwagen die Kirche erreichte. Die Rettungskräfte fuhren zu seinem Haus, doch Jamie Coots lehnte die Hilfe ab. Eine Stunde später schauten sie noch einmal bei ihm vorbei – da war der Schlangen-Prediger bereits tot.

Coots’ Sohn sagte, dass der Prediger bereits achtmal gebissen worden sei, ohne dass er solch eine “extreme Reaktion” gezeigt habe.

Laut Fox News wurde Coots vor einem Jahr verurteilt, weil er exotische Tiere besaß. Er wurde angewiesen, seine Schlangen abzugeben.

National Geographic will die Fernsehsendung Snake Salvation nun einstellen, so der Sender.

Laut Wikipedia ist “Snake Handling” in einigen wenigen Pfingstkirchen in den USA vor allem in den Appalachen verbreitet. Demnach beweisen Gläubige durch das Berühren der Schlangen ihren Glauben. Sie berufen sich dabei auf die Bibel. Die Teilnehmer wissen, dass sie nicht gegen das Gift geschützt sind – sie gehen ausdrücklich das Risiko eines Bisses und einen möglichen Tod ein. In mehreren Staaten, unter anderem in Kentucky, ist die Praxis verboten.

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