Die Moderatoren von "This is That" im CBC Radio aus Kanada haben über den Mann berichtet, der 14 Jahre in einem Bunker gesessen haben soll.

Die Moderatoren von “This is That” im CBC Radio aus Kanada haben über den Mann berichtet, der 14 Jahre in einem Bunker gesessen haben soll.

Toronto (Kanada) – Hat sich ein Kanadier wirklich aus Angst vor dem Jahrtausend-Bug 14 Jahre lang in einem Bunker versteckt? Diese Geschichte, die der kanadische Radiosender CBC in der Vorwoche gesendet hat, hat in Kanada für einiges Aufsehen gesorgt. Doch um die Antwort vorweg zu nehmen – es handelt sich dabei um einen “Hoax”. Norman Feller, der Mann in einem Bunker gelebt haben soll, existiert nicht.

Wir erinnern uns an den 1. Januar 2000: Die Medien waren voller Warnungen, dass wegen des Jahrtausend-Bugs Computer nicht mehr funktionieren würden und die Welt vor einigem Chaos stehen würde. Es war allerdings ein “non-event”, wie es CBC in dem Radiobericht korrekt beschreibt. Der Jahrtausend-Bug trat einfach nicht ein, und das Leben ging weiter.

Doch was passierte mit den Menschen, die daran glauben, dass die Welt untergehen würde? Würden sie sich ein anderes Datum suchen, an das sie fortan glauben würden? Norman Feller ist laut CBC einer dieser Untergangsgläubigen. Er entschied sich, sein Leben fortan in einem Bunker zu verbringen, um dem Chaos in der Welt da oben zu entgehen.

Beinahe 15 Jahre lang habe er in dem Bunker gelebt und immer wieder die gleichen Bücher gelesen. Dann wurde es ihm doch zu langweilig. “Sie müssen verstanden: 15 Jahre ist eine lange Zeit, wenn man ganz alleine ist in einem Bunker im eigenen Garten. Ich war sehr neugierig, ob ich Recht hatte oder nicht.”

Als er aus dem Bunker kam, stellte er laut CBC fest, dass sein Haus noch stand und das Auto in der Garage geparkt war. Gemeinsam mit den Reportern ging er in ein Einkaufszentrum und war überrascht. “Alle haben persönliche Telefone, auf die sie die ganze Zeit starren. Und hat der Säureregen einfach aufgehört?”

Norman Feller trifft sich auch mit seiner Ex-Frau Debbie, die er angeblich zurückließ und nicht mit den Bunker nahm. Er entschuldigt sich bei ihr, doch sie ist bereits wieder verheiratet.

Die gesamte Reportage ist ausgesprochen komisch und sorgte für einiges Aufsehen in Kanada und den USA, wo sie sogar für politische Zwecke missbraucht wurde. “Joe For America” schreibt zum Beispiel, Norman Feller hätte besser gewartet, bis Barack Obama Präsident wurde. (“Joe the Plumber” vergisst dabei, dass Feller als Kanadier die Krankenversicherung hat, die Obama in den USA einführen will).

Doch wie “deathandtaxes” berichtet, ist die ganze Geschichte natürlich eine Satire, ein Internet-Hoax. Der Reporter ist ein bekannter Comedian, und das Foto, das angeblich Norman Feller zeigt, nur ein Stockfoto.

Die Reportage ist trotzdem komisch. Hier gibt es sie im Original:

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