Fußballer Pelle hat im Vergleich zu anderen Brasilianern einen eher langweiligen Namen. Foto; Wikipedia

Fußballer Pelle hat im Vergleich zu anderen Brasilianern einen eher langweiligen Namen. Foto; Wikipedia

São Paolo (Brasilien) – Wenn es um seltsame und überlange Namen geht, dann ist Brasilien eindeutig Weltmeister. Die New York Times hat jetzt eine Reportage über die der seltsamsten Namen in dem südamerikanischen Land veröffentlicht. Einer der Höhepunkte: Wonarllevyston Garlan Marllon Branddon Bruno Paullynelly Mell Oliveira Pereira.

Oliveira Pereira hat seinen Namen allerdings bereits ein wenig zurecht gestutzt: Er nennt sich jetzt mit elterlicher und behördlicher Erlaubnis Bruno Wonarleviston Oliveira Pereira. “Ich hatte nie etwas gemeinsam mit Marlon Brando”, sagt der heute 19-Jährige.

Petroswickonicovick Wandeckerkof da Silva Santos, ein zwölfjähriger Nachwuchs-Fußballspieler bei den Corinthians, wird hingegen wohl vorerst weiterhin mit seinem Namen leben – auch wenn der Junge lange brauchte, um ihn aussprechen zu können. “Die Frau im Standesamt dachte, der Name sei schrecklich, und nannte mich wahnsinnig”, sagte sein Vater in einem Interview – doch der Fußballtrainer bestand auf seine Wahl.

Sollte der junge da Silva Santos einmal ein Profifußballer werden, dürfte er seinen Namen wohl ohnehin abkürzen – so wie viele andere vor ihm auch. Wobei sich zeigt, dass die meisten bekannten Fußballer keine allzu langen Namen haben. Pele heißt eigentlich Edson Arantes do Nascimento, Ronaldinhos Name ist Ronaldo de Assis Moreira, und Ronaldo heißt Ronaldo Luís Nazário de Lima.

Da klingen Xerox, Autenticada (Beglaubigt) und Fotocópia (Fotokopie) doch schon origineller – diese Namen wählte José Miguel Porfirio für seine drei Kinder. Er sah die Begriffe im Standesamt und entschied sich, diese zu nutzen.

Andere Namen, die die New York Times nennt: Mike Tyson Schwarzenegger Pradella, Creedence Clearwater Couto, Errolflynn Paixão sowie Charlingtonglaevionbeecheknavare dos Anjas Mendonça.

“Glaube nie, dass er oder sie einen Witz über seinen oder ihren Namen macht”, empfiehlt Juan Pablo Villalobos, ein in Brasilien liebender mexikanischer Schriftsteller, wenn jemand sich vorstellt. “Egal, welchen Namen sie dir nennen, das ist wirklich ihr Name.”

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