
Das ist Krimi-Autor Alaric Hunt
Die Jury der “The Private Eye Writers of America panel” hatte laut der britischen Zeitung “ The Daily Mail ” keine Ahnung davon, dass Killer Hunt eine lebenslängliche Haftstrafe absitzt.
In ihrer Begründung hieß es, dass es den Juroren besonders der Realismus in den Krimi-Geschichten angetan hatte.
Die Geschichte kam raus, weil die Juroren natürlich mit dem Autoren sprechen wollten. Doch als die Interessenten die angegebene Nummer wählten, bekamen sie zu hören, dass Hunt selbst nicht ans Telefon kommen kann, weil er eben in einer Haftanstalt eine Freiheitsstrafe absitzt.
Wer aber hatte dann den Text geschickt? Hunts Cousin Jade Reed hatte das Manuskript eingereicht. Er war es auch, der den interessierten Preisverleihern berichten musste, dass Hunt nicht ohne Weiteres erreichbar ist.

Das ist das Cover zu “Cuts Through Bone”
Kurios: Das Feuer hatte Hunds älterer Bruder Jason gelegt. Die Brüder wollten die Polizei damit ablenken, um dann einen Juwelier auszurauben. Jason brauchte das Geld, um auf eine Musikschule gehen zu können.
Sechs Wochen später nahm die Polizei die Brüder fest. Sie wurden wegen Raubes, Mordes und Brandstiftung angeklagt. Die Ware, die sie bei ihrem “Coup” erbeuteten, belief sich gerade einmal auf 200 US-Dollar. Die beiden Männer hatten nur Frauenringe mitgenommen.
Die Hunt-Brüder wurden zu lebenslänglichen Freiheitsstrafen verurteilt. Ein Berufungsantrag wurde ihnen gestattet, aber erst nach 30 Jahren.
Das sind die Krimis des Häftlings Hunt
Das Buch, das nun den Preis gewonnen hat, trägt den Namen “ Cuts Through Bone “.
Im Juni dieses Jahres soll sogar eine deutsche Übersetzung von Hunt in den Buchhandel kommen. Es wird beim Ullstein-Verlag erscheinen.