Schwerer Junge: "Fat Mike" starb mit nur 36 Jahren in einem Gefängnis in Philadelphia

Schwerer Junge: “Fat Mike” starb mit nur 36 Jahren in einem Gefängnis in Philadelphia

Philadelphia (US-Bundesstaat Pennsylvania) – Michael D., der auf der Straße nur “Fat Mike” genannt wurde, starb in einem Gefängnis von Philadelphia mit nur 36 Jahren. Angeblich sei der Tod auf einem natürlichen Weg eingetreten. Der Fall wird jetzt untersucht.

“Fat Mike” starb am 3. März dieses Jahres. Von offizieller Seite hieß es, dass er “eines natürlichen Todes” gestorben sei. Doch damit wollten sich die Angehörigen von “Fat Mike” nicht abfinden. Denn sie sahen seinen Leichnam, bemerken dabei, dass beide Augen stark geschwollen waren. Außerdem bemerken sie, dass “Fat Mike” Schrammen auf seinem Körper und eine aufgeplatzte Lippe hatte.

Wie das US-Portal “Philly.com” berichtet, soll ein Angestellter des Gefängnisses einer Lokalzeitung gesagt haben, dass der Tod von D. auf keinen Fall natürlich gewesen sei.

“Fat Mike”, der stattliche 180 Kilo auf die Wage brachte, konnte sich vor seinem Tod nur noch eingeschränkt bewegen. Der Grund: Er musste eine Schiene tragen. Weil er nicht mehr laufen konnte, hatten ihn Gefängnis-Wärter nach einem Vorfall in die Station für psychisch Krank gezerrt. Dabei sei er gestorben. Das Vorgehen der Sicherheitsposten stieß auf heftige Kritik: “Leute herumzerren, so etwas machen wir eigentlich nicht. Er hätte in einen Rollstuhl gehört”, sagte Angus Love vom Pennsylvania Institutional Law Project, das sich mit den Bedingungen in den Gefängnissen von Pennsylvania befasst. Zu den Aufgaben gehören unter anderem, zu volle Gefängnisse, zu wenig Personal und Missbrauch in den Haftanstalten anzuzeigen.

Der 36-jährige D. war kein Neuling im Gefängnis. Er saß bereits 10 Jahre hinter Gittern, unter anderem Wegen Vergewaltigung, weil er mit Waffen und Drogen hantierte und weil er sich acht Schein-Identitäten verpasst hatte. D. wurde am 25. Februar dieses Jahres festgenommen. Er hatte eine Schusswunde im Knie, fuhr sich selbst zu einem Krankenhaus und ließ sich operieren – und bekam die besagte Schiene. Zuvor hatte es in Philadelphia eine Schießerei gegeben. Die Angehörigen von D. beteuerten, dass er nicht dabei gewesen sei. Am 28. Februar, nachdem transportfähig war, wurde er verurteilt und eingesperrt.

Was in den drei Tagen im Gefängnis geschah, bleibt bislang ungeklärt. Die Einrichtung empfing in dieser Zeit keine Besucher, denn die Zeit vom 28. Februar bis 3. März umfasste ein Wochenende.

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