Das ist Ex-Polizeichef Steven D. S. © Robbinsdale Police

Das ist Ex-Polizeichef Steven D. S. © Robbinsdale Police

Robbinsdale (US-Bundesstaat Minnesota) Früher war er Polizeichef, sorgte in Robbinsdale für Recht und Ordnung. Jetzt wurde Steve S. selbst angeklagt, weil er zu Prostituierten ging.

S. ist einer von elf Männern, die festgenommen wurden. Besonders kurios: Die Polizei informierte die Mitarbeiter nicht darüber, dass ihr ehemaliger Chef festgenommen und angeklagt wurde. Angeblich wussten sie nicht, wer ihnen da ins Netz gegangen war.

S. war bei einer Razzia im Februar laut der US-Zeitung “Star Tribune” in einem illegalen Bordell festgenommen worden. S. ist einer von elf Männern, die in Gewahrsam genommen wurden. Besonders kurios: Die Polizei informierte die Mitarbeiter nicht darüber, dass ihr ehemaliger Chef festgenommen und angeklagt wurde. Das müssen sie auch nicht, die Gesetze Minnesotas sehen dies nicht vor.

Dass der Fall erst jetzt bekannt wird, liegt daran, dass sich S. vor einem Gericht verantworten muss. Am Montag wurde die Anklage gegen S. verlesen. S. selbst war bei der Anklage nicht im Gericht. Noch bis zum Wochenende war er Polizeichef, dann schließlich kündigte er von sich aus. Die Meldung kam plötzlich, alle Kollegen hatten bis dahin dicht gehalten.

Die Beamten, die die Razzia leiteten, wussten laut dem “Star Tribune” bis Mittwoch vor einer Woche auch gar nicht, wen sie da unter anderem festgenommen hatten. Ein Polizist hatte den Mann dann anhand des Polizeifotos, das auf der Wache gemacht wurde, doch erkannt.

Auf die Frage, warum sie ihren Chef nicht erkannt hatten, sagte ein Beamter: “Ich kann nur für mich sprechen, der in einer anderen Stadt, in einem anderen County lebt – wir kannten ihn nicht.”

Ein Politiker hat eine einfache und logische Erklärung dafür, dass der Polizeichef nicht erkannt wurde: “Wenn man festgenommen wird, muss man zehn Fingerabdrücke abgeben, aber man muss niemanden sagen, was man beruflich macht”, sagte Bill Blonigan, der im Stadtparlament von Robbinsdale sitzt.

S. hatte 150 US-Dollar Bargeld am Abend der Razzia dabei. In den Unterlagen der Polizei wurde er “Scott” genannt.

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