Guinness sponsert nicht mehr die St. Patrick's Day Parade in New York. Foto: Stork

Guinness sponsert nicht mehr die St. Patrick’s Day Parade in New York. Foto: Stork

New York (US-Bundesstaat New York) / Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) – Wenn ein Bier für Irland steht, dann Guinness. Doch die irische Brauerei will mit der traditionellen St. Patrick’s Parade in New York nichts zu tun haben. Am Sonntag hat sich Guinness als Sponsor des Umzug zum heutigen irischen Feiertag zurückgezogen. Der Grund: Streit um die Teilnahme Homosexueller.

Homosexuelle dürfen an der heutigen St. Patrick’s Day Parade zwar teilnehmen, sich aber nicht offen zu ihren sexuellen Präferenzen bekennen.

Deshalb geriet nun Guinness als Sponsor unter Druck. Die New Yorker Kneipe “Stonewall Inn“, Ausgangspunkt der Christopher Street Unruhen und dadurch ein wichtiges Symbol für die Rechte von Homosexuellen, hatte gedroht, kein Guiness mehr auszuschenken. Das berichtet der Fernsehsender NBC New York.

Am Sonntag veröffentlichte die Brauerei eine Presseerklärung. “Wir hatten gehofft, dass die Politik des Ausschlusses für die diesjährige Parade beendet werden würde. Da dies nicht geschehen ist, hat Guinness seine Teilnahme abgesagt.” Laut “NY Post” ist Ford der einzige verbliebene Sponsor. Auch die beiden Brauereien Heineken und Sam Adams wollen mit der irisch-amerikanischen Parade nichts mehr zu tun haben.

Die lesbisch-schwule Organisation GLAAD zeigte sich begeistert von dem Rückzug: “Guinness hat heute eine deutlich Nachricht an seine Kunden und Mitarbeiter geschickt: Diskriminierung sollte niemals gefeiert werden”, sagte Präsidentin Sarah Kate Ellis.

Der New Yorker Bürgermeister Bill de Blasio hatte bereits vor einiger Zeit angekündigt, die Parade zum St. Patrick’s Day zu boykottieren.

Auch der Bürgermeister von Boston, Martin Walsh, hat an diesem Sonntag nicht am Umzug in seiner Stadt teilgenommen. Doch der Veranstalter in Boston verlangte ähnliche Einschränkungen wie in New York, so der Fernsehsender “MSNBC“: Homosexuellen sollte die Teilnahme nur dann erlaubt werden, wenn sie sich nicht als solche identifizieren. Grund: Die Parade solle “familienfreundlich” bleiben.

Zu sehen war dann aber doch eine Regenbogen-Fahne.

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