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Das “Upskirt”-Phänomen, bei dem Frauen unterm Rock fotografiert werden, ist nun auch in Massachusetts illegal. Symbolfoto: GuWu / Depositphotos

Boston (US-Bundesstaat Massachusetts) – Frauen unter dem Rock zu fotografieren, ist nun auch im Massachusetts illegal. Das Parlament des US-Bundesstaats verabschiedete am Donnerstag ein entsprechendes Gesetz in einer sonst nicht gekannten Eile, nachdem ein Gericht am Dienstag das “Upskirt”-Phänomen als legal bezeichnet hatte.

Wie der britische Mirror schreibt, gab es in dem Ostküstenstaat eine rechtliche Lücke, die eine Verurteilung eines Angeklagten nicht erlaubt hatte. Der Täter hatte es als freie Meinungsäußerung bezeichnet, als er Frauen unter dem Rock fotografierte – “Upskirt” nennt sich das Phänomen.

Er war im Jahr 2010 von der Polizei verhaftet worden, als er Aufnahmen mit seinem Mobiltelefon machte. Die Anklage lautete auf “Voyeurismus”. Doch im Gesetz war keine Rede davon, dass Aufnahmen von vollständig bekleideten Frauen illegal seien – um als Voyeurismus zu gelten, muss eine Person teilweise unbekleidet sein. Eine Verurteilung war demnach nicht möglich.

Laut Boston.com hatten andere Bundesstaaten, darunter Florida und New York, bereits Gesetze verabschiedet, um “Upskirt”-Bilder zu verhindern, nicht aber Massachusetts.

Das geschah dann aber am Donnerstag in “Raketenschnelle”, wie “Boston.com” anmerkte. “Das Parlament bewegt sich oft mit der Geschwindigkeit eines Gletschers”, so die Webseite. Offenbar war aber die Empörung in dem Bundesstaat groß genug.

Die Senatspräsidentin, Therese Murray, bezeichnete “Upskirt”-Fotos als “sexuelle Belästigung”. “Frauen und Kinder sollen die Möglichkeit haben, sich in öffentlichen Orten zu bewegen, ohne das Gefühl zu haben, dass das Gesetz sie nicht schützt.”

Das Gesetz ist noch nicht in Kraft, Gouverneur Deal Patrick muss es noch unterzeichnen. Das soll aber noch heute geschehen. Nach dem Gesetz ist es ein Vergehen, heimlich Fotos oder Videos von “sexuellen oder intimen Körperteilen unter oder neben der Kleidung der Person” aufzunehmen. Dies gelte, wenn eine Person guten Grund zu der Annahme habe, dass diese Körperteile nicht sichtbar sind. Wer Aufnahmen verbreitet, kann ins Gefängnis kommen.

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