Eine Lehrerin fand zwei unbekleidete Kinder im Toilettenraum  der Klasse. Dafür wurde sie suspendiert. Symbolfoto: Luminastock / Depositphotos

Eine Lehrerin fand zwei unbekleidete Kinder im Toilettenraum der Klasse. Dafür wurde sie suspendiert. Symbolfoto: Luminastock / Depositphotos

Mullica Township (US-Bundesstaat New Jersey) - Als eine Lehrerin in dem Ort Mullica Township südlich von Philadelphia zwei unbekleidete Kinder im Waschraum findet, zögert sie nicht – sie meldet den Vorfall dem Schulleiter, der wiederum Polizei und dem Familienministerium Bescheid gibt. Was Kelly M. wohl nicht erwartet hat: Unmittelbar nach dem Vorfall wird sie suspendiert.

Der Vorfall, der sich bereits Ende September in dem kleinen Ort im südlichen Teil des US-Bundesstaats New Jersey zugetragen hat, wurde erst an diesem Wochenende bekannt. In der Vorwoche hatte sich der örtliche Schulbeirat getroffen, um darüber zu diskutieren, wie die Lehrerin gefeuert werden kann. Rund 200 Einwohner aus Mullica Township kamen zu der Sitzung, um Kelly M. zu unterstützen.

Laut dem Lokalblatt “Press of Atlantic City” war der 30. September ein ungewöhnlicher Tag an der Schule, weil die Kinder getestet wurden. Immer wieder verließen Schüler im Kindergarten-Alter den Klassenraum und kehrten wieder zurück.

Der Lehrerin, die 15 Jahre lang an der Schule unterrichtete und in diesem Schuljahr erstmals eine Kindergarten-Klasse übernommen hatte, war deshalb nicht sofort aufgefallen, dass ein Mädchen und ein Junge fehlten. Wenig später fand sie die beiden im Waschraum, der dem Klassenraum angeschlossen war.

Die beiden fünfjährigen Kinder waren unbekleidet und erzählten der Lehrerin, dass sie “Sex haben” würden.

Es gab für Kelly M. keinen Grund, warum sie den Vorfall nicht sofort melden würde. Sie war allerdings schockiert, als der Schulleiter sie sofort suspendierte – auch wenn sie bislang weiter bezahlt wird. Die Polizei hingegen fand keinen Grund für eine Anklage gegen die Lehrerin.

Die Frau wird von Gemeindemitgliedern vehement unterstützt. Barbara Rheault, ein Gemeinderatsmitglied, wirft dem Leiter des Schulbezirks vor, dass er andere Disziplinarmaßnahmen nicht einmal in Erwägung gezogen habe. Eltern berichten, dass M. eine sehr beliebte Lehrerin sei.

Der Artikel der Lokalzeitung hat am Sonntag zahlreiche Kommentare aus der Gemeinde nach sich gezogen – fast alle Autoren verstehen nicht, warum die Frau gefeuert werden soll. Schulleitung und Schulbehörde wollen sich allerdings nicht dazu äußern.

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