Bill Pepe, Geschäftsführer des Stripclubs "Satin Dolls", und einige seinerTänzerinnen. Screenshot: Vimeo

Bill Pepe, Geschäftsführer des Stripclubs “Satin Dolls”, und einige seinerTänzerinnen. Screenshot: Vimeo

Lodi (US-Bundesstaat New Jersey) – Das ist wohl wenig überraschend: Der Besitzer des “Satin Dolls” in New Jersey – ein Stripclub, der in den Sopranos als “Bada Bing” zu sehen war – ist ein Mafiosi. Und er begeht die größte Sünde, die ein Monster begehen kann: Er will bei der Polizei singen.

Das berichtet die New York Daily News.

Hintergrund: Anthony Cardinalle, auch bekannt als “Tony Lodi”, muss sich gerichtlich verantworten – ausgerechnet weil er Geschäfte in der Abfallversorgung macht. Ihm werden Bandengründung und Erpressung vorgeworfen – genauso wie zahlreichen anderen Mafiosi aus New Jersey. Laut FBI wollten Cardinalle und die restlichen Mafiosi die Müllentsorgung von einem anderen Unternehmer, einem FBI-Informanten, übernehmen. Er wurde gezwungen, wöchentlich ein Schutzgeld zu bezahlen und einen Teil der Firma abzugeben – ansonsten wäre die Firma geschlossen worden.

Für beide Vorwürfe könnte Cardinalle jeweils 20 Jahre ins Gefängnis gehen.

Doch daran hat Anthony Cardinalle offensichtlich kein Interesse: Er bekannte sich laut Gang Land News, einer Webseite zu Mafia-Nachrichten aus den USA, schuldig in dem Fall und erklärte sich bereit zu singen. Cardinalle, der laut der Webseite mit der Genovese-Familie kooperiert, ist also eine echte “Ratte”.

Um sein Strafmaß zu mindern, muss der “Bada Bing”-Besitzer einige seiner Kollegen ans Messer liefern – was gar nicht so einfach sein werde, weil auch viele der anderen Beschuldigten singen wollen. Cardinalle müsste schon andere Geschichten preisgeben.

Erst durch das Strafverfahren war bekannt geworden, dass das “Satin Dolls”, das in den “Sopranos” als “Bada Bing” bezeichnet wurde, der eigentliche Besitzer des Strip Clubs ist. In der Öffentlichkeit tritt ansonsten nur der Manager, Bill Pepe, auf.

Dieser wollte eigentlich auch eine Reality-Show ins Fernsehen über die “Real Girls of the Bada Bing!” bringen.

In New York lassen sich bei On Location Tours Fahrten zu “Sopranos”-Drehorten buchen. Allerdings sollten die Besucher vom “Satin Dolls” nicht zuviel erwarten – Stripclubs dürfen in New Jersey entweder nackte Tatsachen zeigen oder Alkohol verkaufen. Im “Satin Dolls” gibt es Bier, aber keine Brüste.

The Real Girls of the Bada Bing! from Bada Bing on Vimeo.

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