Cheerleaderinnen klagen gegen schlechte Bezahlung © chan vargas

Cheerleaderinnen klagen gegen schlechte Bezahlung © chan vargas

Oakland (US-Bundesstaat Kalifornien) – Ist das gerecht? Die Cheerleaderinnen der Oakland Raiders beschweren sich über ihre niedrige Bezahlung. Sie verdienen gerade einmal 14 US-Dollar die Stunde.

Sie tanzen, lachen, sorgen für gute Stimmung, sind in Topform und sorgen eben mit dieser, dass den zig Millionen Football-Fans im Stadion und an den Bildschirmen in den Pausen nicht langweilig wird. Die “Raiderettes”, die Cheerleaderinnen der Oakland Raiders, beschweren sich jetzt. Der Grund: Sie bekommen gerade einmal 1250 US-Dollar (zirka 960 Euro) für das gesamte Jahr – das sind ungefähr 300 Auftritte. “Ich habe noch nie einen Vertrag für ein Anstellungsverhältnis mit so vielen rechtswidrigen Bestimmungen gesehen”, sagte der Anwalt der Frauen.

Wie die US-amerikanische Zeitung “New York Daily News” berichtet, ist der Anwalt der Ansicht, dass jedem Mädchen nach Jahren schlechter Bezahlung eigentlich zehntausende Dollar zustehen müssten.

Die Oakland Raiders wurden nun von ehemaligen und amtierenden Cheerleaderinnen der “Raiderettes” verklagt. In der Anklageschrift heißt es, dass das Team seinen spärlich bekleideten Tänzerinnen erst nach Ende der Saison bezahlten, außerdem würden die Nachspielzeiten nicht vergütet. Zudem müssten die Frauen Strafen bei kleineren Vergehen bezahlen. Diese Strafzahlungen werden laut den Cheerleaderinnen fällig, wenn sie ihre Ausrüstung vergessen oder ihre Yoga-Matten bei den Übungen nicht dabei hätten.

“Es ist fast so, als glaubten die Raiders-Besitzer, dass die Gesetze, die für alle Arbeitnehmer in Kalifornien gelten, nicht für sie gelten”, erklärte Anwältin Sharon Vinick der US-Zeitung “San Jose Mercury News“.

Wie es heißt, hätten die Frauen pro Spiel 125 US-Dollar pro Heimspiel bekommen, unabhängig davon, wie viele Stunden sie arbeiteten. Normalerweise würde ein Arbeitstag 9 Stunden dauern – das entspricht einem Stundenlohn von 14 US-Dollar. Doch dazu käme noch, dass die Frauen während der Saison auch noch zu den Work Outs kommen müssten – zwei bis drei Mal in der Woche.

“Der Klub kontrolliert, wie wir uns die Haare machen, welches Make-up wir aufzulegen haben, doch die Rechnungen dafür müssen wir selbst tragen.”, sagte eine Klägerin den “San Jose Mercury News” weiter. “Außerdem müssen wir die Kosten für die Reisen zu all den Events selbst tragen. Ich liebe die Raiders und liebe es, bei den “Raiderette” zu sein, doch jemand muss jetzt mal seine Stimme für all die Frauen erheben, die so hart für die Fans und die Teams arbeiten”, sagte die Klägerin weiter.

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