Bei schlechtem Wetter ist es in New York unmöglich, ein Taxi zu bekommen. Foto: Stork

Bei schlechtem Wetter ist es in New York unmöglich, ein Taxi zu bekommen. Foto: Stork

New York (US-Bundesstaat New York) – Als die Taxi-App Uber im Vorjahr in New York eingeführt wurde, waren viele Bewohner der Großstadt begeistert. Doch jetzt sind etliche Benutzer des Taxi-Services sauer: Sie erlebten heftige Preisaufschläge für Fahrten – selbst kurze Fahrten kosteten plötzlich mehr als 100 Dollar.

Der Grund für den Ärger: Am vorigen Samstag gab es einen heftigen Wintereinbruch in New York – und das war offenbar vielen Einwohnern zu viel, um bis zur nächsten U-Bahn zu stapfen. Taxis waren – wie auch im Feierabendverkehr – schwer zu bekommen. Das perfekte Wetter also, um Uber zu benutzen. Das wusste auch die Firma, die an dem Tag ihr “surge pricing” einsetzte – “Stoßzeiten-Preise”. Dahinter verbergen sich extreme Preisaufschläge.

Das New Yorker Online Magazin Gothamist hat einige Beispiele, was das für Passagiere bedeutete. Ein Passagiere zahlte für eine Strecke, die man zu Fuß in 40 Minuten schaffen würde, die stolze Summe von 242 Dollar. Ein kurzer Trip in Brooklyn kostete einen anderen Passagier 94 Dollar.

“Ich habe am vergangenen Wochenende einen UberX-Anruf bekommen, um von Connecticut nach New York City zu fahren – das kostete den Passagier am Ende der Fahrt mehr als 1000 Dollar”, berichtet einer der Fahrer für Uber. Connecticut ist der Nachbarstaat von New York, die Fahrten zu den wichtigsten Städten in Connecticut sind in höchstens einer Stunde erreichbar. “Die letzten vier Monate waren wie ein Traum für mich”, kommentiert Limo-Chauffeur Ali denn auch.

Der Fahrer legt dabei die Preise nicht fest – das geschieht durch Uber. Das Unternehmen kassiert 20 Prozent Provision von den Fahren.

Wie die New York Times schreibt, gelten solche Preisaufschläge auch an anderen Tagen. Wer den Service an Halloween oder Silvester benutzen will, muss mit hohen Kosten rechnen. 35 Dollar würden dann pro Straßenblock verlangt, 175 Dollar ist das Preisminimum.

Die Firma verteidigt ihre Preispolitik: “Preisaufschläge helfen, schnell mehr Autos auf die Straße zu bekommen. Das hilft dabei, New Yorkern zu garantieren, eine Fahrt zu bekommen, wann und wo sie es wollen”, so Uber in einer Pressemitteilung.

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