Wohl das Ziel vieler kubanischer Spieler: Die Stadien der US-Baseball-Teams © Stork

Wohl das Ziel vieler kubanischer Spieler: Die Stadien der US-Baseball-Teams © Stork

Havanna (Kuba) – Die amerikanische Baseball-Saison ist vorbei, die Boston Red Sox gehen als diesjährige World Series Gewinner aus ihr hervor. Doch in Kuba startet Saison jetzt erst – und große Veränderungen stehen an.

Denn nach über 50 Jahren wird es ab dieser Saison heimischen Spielern erstmalig sein, Profi-Verträge in anderen Ländern zu unterschreiben. Die kommunistische Führung des Landes hat die Sperrung aufgehoben. Wie das Nachrichtenportal “NPR.org” berichtet, könnte jetzt ein wahrer Exodus ausbrechen. Viele Spieler könnten bereits auf lukrative Profi-Verträge in der US-amerikanischen MLB, der besten Baseball-Liga der Welt, spekulieren.

Einer der Star des Landes ist Yulieski Gourriel, er ist Basemann bei den “Havana’s Industriales”. Womöglich verdient er bald hunderte Millionen Euro verdienen, in Kuba sind die Spieler froh, wenn sie 80 Euro pro Monat bekommen.

Auch ist das Stadionerlebnis auf Kuba ein anderes als in denen der USA. Es gibt in den kubanischen Stadien kein Bier, keine Chips. Dafür haben die Menschen Tröten, rauchen auf der Tribüne und trinken Rum aus Brauseflaschen.

Dort, wo in US-Stadien die “Kiss-Cams” beheimatet sind, stehen sozialistische Parolen wie “Kuba ist das Land der Gewinner” oder “Die Revolution hat gesiegt”. Doch die Fans machen sich keine Sorgen, dass sie ihre Stars bald womöglich nicht mehr live anfeuern können. Industriales-Fan Yolexi Ibañez dazu: “Baseballspieler wachsen hier wie Grass.” Und weiter: “Einige werden gehen, aber ich denke, dass manche auch wieder nach Hause kommen, so wie in Venezuela, Mexiko oder der Dominikanischen Republik, um für ihre Nationalmannschaften zu spielen.”

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