Mehrere Mitglieder der Band "The Yellow Dogs" wurden offenbar erschossen. Foto: Facebook

Mehrere Mitglieder der Band “The Yellow Dogs” wurden offenbar erschossen. Foto: Facebook

Brooklyn (US-Bundesstaat New York) – Ein Mann hat in der New Yorker Nachbarschaft Williamsburg Montag früh zwei Musiker einer Band, einen Freund und dann sich selbst erschossen. Ein weiterer Mann wurde verletzt. Offenbar hatte der Täter einen Streit mit der Band “Yellow Dogs”.

Nach ersten Medien-Angaben geschah die Tat kurz nach Mitternacht. Laut New York Times benötigte der Täter keinerlei Gewalt, um in das Haus mit der Adresse 406 Maujer St einzudringen. Die Tat geschah also vermutlich unerwartet.

Die Polizei fand später im ersten Stockwerk des Gebäudes einen Mann, der durch einen Schuss in die Brust tödlich verletzt worden war. Zwei Männer lagen im zweiten Stockwerk, niedergestreckt mit Kopfschüssen. Eine weitere Person wurde am Arm verletzt, er sei aber bei stabiler Verfassung, schreibt die NY Daily News.

Zwei Personen konnten sich in einem Badezimmer verschanzen. Der Täter schoss auf die Tür, verletzte aber niemanden. Der bislang nicht identifizierte Mann erschoss sich dann auf dem Dach des Gebäudes.

New Yorker Medien identifizierten die Opfer zunächst als Mitglieder der Band “The Yellow Dogs”, deren Facebook-Seite die Adresse angibt, an der die Tat geschah. Tatsächlich waren zwei der Männer Musiker.

Bei der Band handelt es sich um eine iranische Gruppe, die auch eine Rolle in dem Dokumentarfilm “No One Knows About Persian Cats” (“Perserkatzen kennt doch keiner”) spielt. Dieser hatte in Cannes vor einigen Jahren einen Spezialpreis gewonnen. Der Film zeigt, wie Bands in der repressiven Atmosphäre Irans versuchen, Musik zu machen.

“The Yellow Dogs” hatten vor einigen Jahren Asyl in den USA erhalten. Die Band, die Talking Heads, Rapture und die Kinks als Einfluss angeben, hatte bereits einige Touren durch die USA durchgeführt. Die Facebook-Seite der Band ist voller Trauer-Bekundungen.

Update:

Wie sich nach Veröffentlichung des Artikels gezeigt hat, war der Tatverdächtige kein Mitglied der “Yellow Dogs”, sondern Mitglied einer befreundeten Band. Tatmotiv war nach Angaben des NYPD wohl ein Streit um Geld. Der Artikel ist entsprechend geändert worden.

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