Ein Taxi Fahrer hat in New York einen Großteil seiner Passagiere abgezockt. Foto: Stork

Ein Taxi Fahrer hat in New York einen Großteil seiner Passagiere abgezockt. Foto: Stork

New York (US-Bundesstaat New York) – Ein New Yorker Taxi Fahrer hat seine Passagiere besonders dreist abgezockt: Bei fast all seinen Kunden hat er Gebühren für Brücken-Überquerungen oder Tunnel-Durchfahrten abgerechnet. Nun muss Emad Nochy W. seine Taxi-Lizenz für immer abgeben.

Nach Angaben der New York Post hat W. im vergangenen Sommer in sechs Wochen rund 1800 US-Dollar zusätzlich kassiert. Er hatte in dieser Zeit 842 Passagiere, von denen er rund 600 abzockte – 70 Prozent aller Fahrgäste also.

Dabei ging Emad Nochy W. besonders dreist vor: Wer in New York oder auf dem Weg von New Jersey nach Manhattan eine Brücke überquert oder einen Tunnel durchfährt, muss Gebühren bezahlen. Teilweise sind bis zu 15 US-Dollar fällig. Wer zur Rush Hour vom Flughafen Newark nach Manhattan fährt, muss für einen der Tunnel 13 Dollar bezahlen. In Manhattan selbst gibt es solche Gebühren allerdings nicht. Und trotzdem hat der Taxi Fahrer “toll fers” aufgerechnet.

Acht Mal, so das Ergebnis einer offiziellen Untersuchung gegen W., hat der Taxi Fahrer seinen Passagieren zehn Dollar extra abgeknöpft, im schlimmsten Fall waren es 16 Dollar. Im Schnitt nahm er den Fahrgästen rund drei Dollar zu viel ab.

Dumm für den Taxi Fahrer, dass sämtliche Daten von Fahrten elektronisch gespeichert werden: Deshalb konnte die New Yorker Taxi Kommission genau feststellen, wie sich W. verhalten hatte. W. gab an, dass der Taxameter in seinem Wagen eine Fehlfunktion hatte. Das aber glaubte die Kommission dem Mann nicht – dafür seien die Betrügereien zu konstant vorgefallen.

Der Taxi Fahrer glaubte wohl selbst kaum, dass er sich gegen die Vorwürfe verteidigen können würde. Er tauchte bei der Anhörung laut New York Post deshalb erst gar nicht auf. Seine Taxi Lizenz wurde ihm auf Lebenszeit entzogen.

Wenn Taxi Fahrer in New York extra Gebühren aufschlagen, blinkt übrigens ein Bildschirm im Passagier-Raum. Sind die “toll fees” nicht gerechtfertigt, können Gäste 311 anrufen.

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