Lebt ein Mann aus Wohnungsnot in diesem Kunstwerk in New York? Foto: You Tube/Screenshot: Stork

Lebt ein Mann aus Wohnungsnot in diesem Kunstwerk in New York? Foto: You Tube/Screenshot: Stork

New York (US-Bundesstaat New York) – Treibt die Wohnungsnot in New York so wilde Blüten, dass ein erwachsener Mann gezwungen ist, in einem sieben Quadratmeter großen Kunstwerk zu wohnen? Oder handelt es sich bei einem Video, das jetzt auf You Tube aufgetaucht ist, um gelungenes Marketing?

Fakt ist, dass die Wohnungsnot in Manhattan immens ist. Der Stadtteil von New York ist der teuerste in den USA und einer der teuersten in der Welt. Gebaut werden vor allem Luxus-Apartments für Reiche, in denen ein Kellerraum schon mal 300.000 Dollar kostet.

Das ist Dave, der angeblich in dem Kunstwerk leben soll. Foto: You Tube / Screenshot; Stork

Das ist Dave, der angeblich in dem Kunstwerk leben soll. Foto: You Tube / Screenshot: Stork

In dem Video, das am Montag online ging, erzählt der Autor “Dave” allerdings, dass er nicht wegen der Wohnungsnot in das Kunstwerk gezogen sei, sondern weil er sich ausgebrannt gefühlt habe. Also sei er in den “Astor Place Cube” gezogen. Dabei handelt es sich um ein Kunstwerk, das offiziell “Alamo” heißt und seit Jahrzehnten in der Nähe des berühmten St. Mark’s Place und einige hundert Meter nördlich des früheren CBGB’s steht. Drinnen hat laut des Videos man ungefähr 7 Quadratmeter Platz.

“Dave” erzählt, dass er seit zwei Jahren in dem drehbaren Würfel lebe. Lediglich mitten in der Nacht komme er heraus, damit seine geheime, kostenlose Wohnung nicht bekannt werde. Er habe eine Toilette eingebaut und versorge sich mittels eines Fahrrad-Generators mit Strom. Um den Lärm von der Straße abzufedern, sei das Kunstwerk von ihnen gedämmt. Was er nicht abstellen könne: Menschen lieben es, das “Alamo” zu drehen.

Jetzt aber ziehe er aus dem Kunstwerk aus, sagt “Dave”.

Ob das alles so stimmt, ist eine andere Frage. Die Webseite Apartment Therapy wurde von Lesern darauf aufmerksam gemacht, dass “Dave” am Ende von einer speziellen Meditationstechnik berichtet, die ihm den Auszug ermögliche. Vermutlich handelt es sich also nur um “viral Marketing”.

So oder so: Die Wohnungsnot in New York bleibt ein wichtiges Thema.

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