Mit Leftoverswap können Menschen Essensreste austauschen.

Mit Leftoverswap können Menschen Essensreste austauschen.

New York (US-Bundesstaat New York) – Neuer Trend in den USA: Wer Essensüberreste nicht mehr nach Hause nehmen will, um sie anderntags zu essen, oder sie nicht wegwerfen will, kann sie nun Fremden anbieten. Möglich macht dies eine neue Anwendung namens “LeftoverSwap”, die seit kurzem für iPhone und Android-Geräte angeboten wird. Wem dies nicht zu eklig ist, der kann so eine Menge Geld sparen.

Das New Yorker Online Magazin Gothamist zitiert einen New Yorker Bartender aus einer eher besseren Bar, der die übrig gebliebenen Drinkreste von Gästen austrinkt, wenn er auch mit den Gästen rumknutschen würde. Macht Sinn: Dann würde er ja auch mit ihnen Bakterien und andere Keime austauschen.

Allerdings liefert LeftoverSwap kein Foto der Personen, die ihre Essensreste anbieten – nur Bilder vom Essen. Wer also eine Pizza findet, die recht lecker aussieht, dann aber einen eher ekligen Typen trifft, der diese nicht aufgegessen hat, muss selber wissen, ob er das Angebot nutzt.

LeftoverSwap funktioniert recht einfach: Wer Essensreste hat, bietet diese in der App an. Interessenten können das Essen dann “claimen”, sich mit dem Anbieter verabreden und das Essen dann abholen. Dabei kann es sich um Pizzastücke handeln, aber auch um Obst oder Wasserflaschen. Anbieter und Interessent machen einen Treffpunkt aus für die Übergabe.

Dabei dürfte es wohl skurrile Konversationen geben:

“Hallo, ich bin Peter. Bist du die Margherita?”
“Ja, hier ist sie. Guten Appetit.”
“Danke. Und Tschüss.”

LeftoverSwap spricht vor allem über den ökologischen Nutzen ihrer App. Schließlich würden 40 Prozent aller Lebensmittel in den USA weggeworfen – wohl auch, weil die Portionen in Restaurants meist übergroß sind. Stattdessen solle das Essen an hungrige Mitbürger gehen. Ob die sich allerdings iPhone oder Android leisten können, ist eine andere Frage.

Nutzer von LeftoverSwap gibt es etwa in New York aber schon: Angeboten wurden dort bei einer Stichprobe Wasser, Müsliriegel und brauner Reis, der zur Not auch aufgewärmt werden könnte.

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