Cadillac (US-Bundesstaat Michigan) – Dieses Erlebnis wird ein 12-jähriges Mädchen aus Michigan wohl den Rest ihres Lebens nicht mehr vergessen. Sie wurde von einem Schwarzbären angegriffen. Weil sie sich tot stellte, überlebte sie.

Von so einem Schwarzbären wurde das Mädchen angefallen Photo Credit: <a href="http://www.flickr.com/photos/33403047@N00/4642789548/">gainesp2003</a> via <a href="http://compfight.com">Compfight</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">cc</a>

Von so einem Schwarzbären wurde das Mädchen angefallen Photo Credit: gainesp2003 via Compfight cc


Abby Wetherell war bei ihren Großeltern, wollte sich ein bisschen bewegen, also ging sie joggen. Plötzlich wurde sie von einem Bären angegriffen – das Tier ließ nicht von ihr ab, attackierte sie gleich zwei Mal. Das Mädchen reagierte geistesschnell, stellte sich tot. Der Bär verschwand.

Sie trug tiefe Schnittwunden und andere Verletzungen an ihrer Hüfte und ihrem Rücken davon, auch im Gesicht wurde sie schwer verletzt. Sie musste mit über 100 Stichen genäht werden. “Ich dachte noch, dass ich vielleicht doch nicht lieber joggen gehen sollte. Ich hatte so ein seltsames Gefühl, das einer Totgeweihten”, sagte sie dem US-Nachrichtensender “ABC“.

Die Bären-Attacke ereignete sich gegen 9 Uhr Ortszeit. Abby bemerkte den angreifenden Bären aus dem Augenwinkel und rannte schneller. Doch der Schwarzbär folgte ihr, holte sie ein und schlug sie mit seiner Pranke zu Boden. Abby stand wieder auf und versuchte erneut wegzurennen, doch der Bär kam sogleich wieder. “Dann entschied ich mich, den Bären zu streicheln. Ich hoffte, dass er mich irgendwie mögen könnte und mich dann in Ruhe lässt”, schilderte sie ihren Versuch, ihm zu entkommen. Der Plan ging nicht auf, der Bär griff sie stattdessen erneut an.

Der dritte Versuch glückte und rettete Abby vermutlich das Leben: “Ich erinnerte mich daran, dass man sich tot stellen soll. Das habe ich getan. Der Bär ließ mich dann in Ruhe, drehte sich noch einmal um verschwand dann”, sagte sie “ABC” weiter.

Abby blieb liegen – solange, bis das Tier ganz im Wald verschwunden war. Dann sprang sie auf und lief schreien nach Hause. Chris Wetherell, Abbys Vater, erlitt einen Schock. “Ich glaubte erst gar nicht, dass es ein Bären-Angriff war. Doch dann sah ich die Verletzungen der Klauen und Schrammen. Es war schrecklich”, sagte er.

“Die Angriffe des Bären habe ich erst gar nicht gespürt. Ich war wie taub. Ich weiß nicht, warum ich keinen Schmerz spürte. Erst als ich aufstand, begannen die Wunden schrecklich weh zu tun”, sagte sie über die Attacke.

Ein Rettungshubschrauber brachte Abby in ein Krankenhaus in Traverse City. Dort wurde sie zwei Stunden lang wegen der Verletzungen behandelt. Abby will künftig nicht mehr allein in den Wald gehen. Abby kann schon wieder strahlen: “Es ist vorbei”, sagte sie glücklich.

Abby ist eine sechs Personen, die in fünf US-Bundesstaaten in den vergangenen Wochen von Bären angegriffen wurden. Besonders in der Zeit vor dem Winterschlaf der Tiere ist das Risiko, von einem Bären angefallen zu werden, besonders hoch. Die hungrigen Bären suchen nach Nahrung, um sich Winterspeck anzufressen.

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