Er brachte seine Frau um, um vom Geld der Lebensversicherung einen drauf zu machen © Thomas Pajot

Er brachte seine Frau um, um vom Geld der Lebensversicherung einen drauf zu machen © Thomas Pajot


Painesville (US-Bundesstaat Ohio) – 8 Monate brauchte Kevin Knoefel, um die Lebensversicherung seiner Frau Lisa durchzubringen. Er kaufte von dem Geld Autos, machte einen Flugschein und und löste die Hypothek auf sein Haus in Painesville aus, die er und seine Frau 2010 aufgenommen hatten. Vor Gericht sitzt Knoefel, weil er mitgeholfen haben soll, seine Frau umzubringen.

Das sagte Knoefels Anwalt vor einem Gericht im Namen seines Mandanten aus. Als Richter Vincent Culotta das hörte, setzte er die Kaution auf 5 Mio. US-Dollar für Knoefel fest. Der Angeklagte verdient sein Geld als Lkw-Fahrer.

Der 43-Jährige steht vor Gericht, weil er gemeinsam mit seiner 18-jährigen Adoptivtochter Sabrina Zunich Frau Lisa getötet haben soll, mit der er sieben Jahre lang verheiratet war. Er plädierte auf nicht schuldig. Knoefel soll Mittäter gewesen sein. Den Mord selbst soll seine Adoptivtochter begangen haben, mit der er zudem eine Affäre gehabt haben soll. Zunich sitzt im Gefängnis.

Bislang ist laut “cleveland.com” nicht klar, wie viel Geld Knoefel durch die Auslösung der Lebensversicherung seiner Frau wirklich kassiert hat. Knoefels Verteidiger Michael Connick gab zu bedenken: “Herr Knoefel hatte seit November die Chance, sich abzusetzen”. Und weiter: “Hätte er wirklich flüchten wollen, hätte er dies schon vor langer Zeit getan. Wenn er eine Fußfessel bekommt oder unter Hausarrest gestellt wird, ist die Flucht sowieso ausgeschlossen.”

Deshalb forderte Connick den Richter auf, die Kaution auf 750.000 US-Dollar herabzusetzen. Die Staatsanwaltschaft hielt dagegen: Sie glaubt, dass Knoefel seine Steiftochter zum Mord angestiftet haben soll. Angeblich soll er ihr sogar erklärt haben, wie sie das Messer zum Morden am besten benutzt und wie sie die Tat verschleiern sollte – sie sollte es angeblich wie einen Einbruch aussehen lassen. Zunich sagte aus, dass sie sich nicht an die Tat erinnern könne, sie plädierte auf Unzurechnungsfähigkeit. Der Staatsanwalt zitierte Knoefel: Seine Frau sei “tot mehr wert als lebend”.

Die Tat im November 2012

Die Polizei wurde am 16. November 2012 zum Haus der Knoefels gerufen. Dort lag die Leiche von Lisa, Zunich war ebenfalls im Haus – mit Blut überströmt, bei ihr auch die Mordwaffe.

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