Eishockey-Nachwuchshoffnung stirbt nach Herzstillstand Photo Credit: <a href="http://www.flickr.com/photos/36607441@N05/3813295674/">Will Montague</a> via <a href="http://compfight.com">Compfight</a> <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-nc/2.0/">cc</a>

Eishockey-Nachwuchshoffnung stirbt nach Herzstillstand Photo Credit: Will Montague via Compfight cc


Québec (Kanada) – Jordan Boyd wollte Eishockey-Star werden, wollte in der besten Liga, der nordamerikanische Profiliga NHL spielen. Doch sein Leben endete schon mit 16 Jahren – bei einem Probetraining.

Der Junge stand gerade für ein Team der Ligue de hockey junior majeur du Québec (LHJMQ) in New Brunswick auf dem Eis, einer der drei Top-Nachwuchsligen Kanadas. Spieler, die es in eines der LHJMQ-Teams schaffen, können sich später berechtigte Hoffnung auf eine Karriere in der NHL machen. Doch soweit sollte es für Jordan nicht kommen. Er kippte um, sein Herz versagte. Der Junge starb.

Wie die Zeitung “The Globe and Mail” berichtet, wurde die Leiche des Jugendlichen bereits autopsiert. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Ärzte gegen davon aus, dass er einen angeborenen Herzfehler gehabt haben könnte, der nur nicht entdeckt wurde. Dies sei die häufigste Todesursache an sich kerngesunden jungen Menschen.

“Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) ist wohl eine der häufigsten Ursachen für den plötzlichen Tod junger Menschen. Es können aber auch andere Gründe für plötzlichen Herztod geben. Gemeint sind hier besonders die Faktoren, die die Herzströme beeinflussen”, sagte Herz-Dr. Experte Michael Gollob von der Universität Ottawa der Zeitung “The Globe and Mail” weiter.

HCM ist relativ selten, auf 500 Personen kommt gerade einmal ein Fall. Den Schicksalen von Sportlern wird laut der Zeitung besonders viel Aufmerksamkeit geschenkt, weil sie als besonders gesund gelten. Doch gerade die sportlichen Aktivitäten können Herzstillstände oder Herzrhythmus-Störungen auslösen.

Gollob gab aber auch zu bedenken, dass derartige Fälle auch ohne sportliche Aktivität auftreten könnten: “Was für ein bisschen Aufmerksamkeit gesorgt hat, ist der Fall eines kleinen Mädchens, das während einer Pause starb.”

Bislang gibt es im nordamerikanischen Eishockey flächendeckend keine verpflichtenden Herzuntersuchungen. In der NHL werden beispielsweise nur die Top-100 Jung-Spieler im jährlichen NHL Draft gecheckt. Die Kosten der Untersuchungen sind der Grund.

“Lohnt es sich, Millionen Dollar auszugeben, um Athleten zu untersuchen, die in der überwiegenden Mehrheit kerngesund sind?”, fragt Dr. Gollob. Doch der Arzt glaubt, dass die Krankenakten Familie Aufschluss über den Gesundheitszustand der Sportler geben könnte.

Wenn ein Familienmitglied vor dem 40 Lebensjahr dieselben Probleme gehabt hätte oder gar plötzlich verstorben sei, sei das ein ernster Warnhinweis.

Dies Video wurde von Trauernden auf YouTube veröffentlicht

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