Er tötete den Familienhund, um seiner Freundin zu gefallen © Liz Hodge

Er tötete den Familienhund, um seiner Freundin zu gefallen © Liz Hodge


Edmonton (Kanada) – Ein 18-jähriger aus Edmonton muss für drei Jahre ins Gefängnis. Er hatte den Hund seiner Mutter getötet und die Bilder der Tierleiche dann seiner Freundin geschickt, um sie zu beeindrucken.

“Er ist ein richtiger Einzelgänger, der nicht nur eine Gefahr für sich selbst ist”, sagte Staatsanwalt Christian Lim in seiner Schlussrede. Branden Chailler tötete das Tier am Morgen des 4. Dezember 2012, er schnitt die Kehle des Familienhundes “Ben” mit einem Küchenmesser durch. Danach weidete er das Tier aus und verteile die Inneren im Haus der Mutter.

Chaillers Mutter wurde vom Krach kurz nach Mitternacht wach. Als sie nach unten ging, sah sie das Blut in ihrer Küche, ihr Sohn telefonierte. “Du hast mich dazu angestiftet, ich habe meinen Hund gemocht”, hat Chailler laut seiner Mutter in den Hörer gesagt.

Dann ging Chailler mit einem Hammer aus seine Mutter los, drängte sie zurück in ihr Schlafzimmer. Sie rief die Polizei. Ihr Sohn verteilte indes weiter Blut in der Wohnung, zerstörte mit dem Hammer Wände, Tische und einen Fernseher. Dann floh er.

“Nennt mich geisteskrank!”

Die Polizei hatte leichtes Spiel bei der Verfolgung, der Jugendliche hinterließ Fußspuren im Schnee. Immer wieder sahen sie auch die Zerstörungen, die Chailler auf seiner Flucht anrichtete. Unter anderem zerstörte er ein Fenster, brach in eine Grundschule ein und zerstörte dort mehrere Spiegel und Fenster. Allein dieser Schaden wird auf 3.800 Euro geschätzt. Des Weiteren demolierte er zwei Lastwagen, die am Straßenrand geparkt waren. Er brach auch eine Garage auf.

An die Innenseiten der Garage schrieb er mit einem Schwarzstift: “Polizisten und Diebe?” oder “Schwarz und weiß, spielt euer Spiel, nennt mich geisteskrank” (“Black and white, do your game, call me insane”)

Die Polizei fand den betrunkenen Randalierer 3:45 Uhr Ortszeit. Bei seiner Festnahme soll er die Beamten angespuckt haben. Ermittler entdecken später Bilder, die Chailler gemacht hatte. Es zeigt ihn und den toten Hund, die er laut “Canada.com” an seine Immer-mal-wieder-Freundin geschickt hatte. Auf einem Bild hatte er den Kopf des Tieres in der Hand.

Den Beamten sagte er: “Wir töten Tiere. Jeder tötet Tiere. Wir töten Kühe. Wir töten sie die ganze Zeit.”

Im Gericht ein anderer Mensch

Vor dem Richter weinte Chailler, entschuldigte sich bei seiner Mutter. “Ich will ein besserer Mensch werden, bitte lassen sie mich frei. Ich fühle mich bereit, freigelassen zu werden.” Doch die Anklage hatte kein Mitleid mit dem Hunde-Schänder und verurteilte ihn zu drei Jahren Haft.

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