1,45 Mio. Euro für eine Wahrhol-Skizze? © Ballerstädt

1,45 Mio. Euro für eine Wahrhol-Skizze? © Ballerstädt


Las Vegas (US-Bundesstaat Nevada) – Andy Fields (49) kaufte eine Skizze bei einem für die USA so typischen Garagenverkauf in Las Vegas 2010. 3,5 Euro gab er für die karge Zeichnung aus. Was er nicht wusste, dass kein geringerer als Andy Warhol das Bild gemalt hatte – in seiner Kindheit. Jetzt stellte er es bei Ebay ein – für 1,45 Mio. Euro!

Eigentlich kostete das Bild nur 1,65 Euro. Denn für die etwas mehr als drei Euro bekam er sogar noch eine Skizze, auch die soll von Warhol sein. Drauf zu sehen: Die Künstlerinnen Maureen O’Hara und Rudy Vallee. Zweifel bleiben dennoch, die Echtheit der Werke von Wahrhol konnte er nicht beweisen lassen. Trotzdem glaubt Fields, dass es sich um frühe Werke aus dem Jahr 1930 des Pop-Art-Künstlers handelt. Auf der Skizze ist die

Einziger Anhaltspunkt: Die angebliche Warhol-Skizze ist unterschrieben. Die Signatur ähnelt der Warhols. Laut dem amerikanischen US-Portal “SWNS.com” sollen sie ihm unter vier Augen gesagt haben, dass sie von der Echtheit des Werkes überzeugt sind. Ein unabhängiger Kunstsachverständiger schätzte den Wert des Werkes ebenfalls, er glaubt, dass die Skizze sogar 1,6 Mio Euro wert sein könnte.

Die Skizze sieht denen, die aus Warhols Kindheit bekannt sind (300 Stück), verblüffend ähnlich.

Bislang fand sich kein Käufer

Fields stellte das vermeidliche Warhol-Werk bei Ebay ein, 20.000 Mal wurde das Angebot aufgerufen, 2.000 Nutzer beobachteten die Auktion – doch niemand griff zu. Doch so schnell gibt Fields nicht auf, er stellte das Angebot erneut ein und hofft nun, dass jemand zugreift.

Fields ist von seinem Fund überzeugt und glaubt, dass der Fund sehr bedeutend für die Kunstwelt ist: “Ich denke, es handelt sich um sehr wichtige Werke, durch die die Arbeit eines der bedeutendsten Künstler der letzten 100 Jahre neu bewertet werden muss.”

Fields denkt, dass die Überprüfung der Echtheit gar nicht gewollt ist: “Diese Leute sind dagegen, die Echtheit der Werke zu bestätigen, weil sie den Künstler in einem bestimmten Licht darstehen lassen und so die vielen Warhol-Fans lenken können. Über einen Mann, der zwei verloren geglaubte Werke gefunden hat, haben sie keine Kontrolle.”

Dass es eine Fälschung sein könnte, glaubt Fields indes nicht. Der Fälscher-Markt für Pop-Art sei relativ neu. Im Jahr 2008 wurden Warhols acht Elvis Presley Werke per Privatauktion verkauft, sie brachten dem Verkäufer 74 Mio. Euro. – absoluter Verkaufs-Rekord für die Werke des Pop-Art-Künstlers.

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